Archivierter Artikel vom 04.11.2011, 10:25 Uhr

Schlafmittel nicht zu spät einnehmen

Berlin (dpa/tmn). Menschen mit Schlafproblemen sollten Schlafmittel abends nicht zu spät einnehmen. Denn das Mittel könne die Fahrtüchtigkeit am nächsten Tag beeinträchtigen, sagte der Rechtsmediziner Frank Mußhoff.

Riskante Pillen
Schlafmittel sollten gegen 21.00 oder 22.00 Uhr eingenommen werden. (Bild: Armin Weigel/dpa)
Foto: DPA

Erst um 2.00 Uhr morgens eingenommene Schlafmittel könnten die Fahrtüchtigkeit des Patienten am nächsten Tag noch beeinträchtigen, sagte der Rechtsmediziner Frank Mußhoff von der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin bei einem Symposium über Medikamentenmissbrauch in Berlin.

Besonders Arbeitnehmer, die morgens mit dem Auto ins Büro fahren, sollten das Schlafmittel nicht erst nach Mitternacht, sondern besser um 21.00 oder 22.00 Uhr einnehmen. Denn es könne zu einem sogenannten Hangover-Effekt kommen, dessen Auswirkungen mit denen von Restalkohol vergleichbar seien.

Mögliche Symptome sind laut Mußhoff eine verwaschene Sprache oder verlangsamtes Verhalten. Spätestens wer nach dem Abbiegen Schwierigkeiten hat, auf der Straße eine Ideallinie zu finden und mit dem Wagen in der Spur zu bleiben, leide unter dem Hangover-Effekt. Fahre er trotzdem weiter, habe er nicht nur ein erhöhtes Unfallrisiko, sondern werde auch strafrechtlich so behandelt wie Fahrer mit Restalkohol.