Frankfurt/Main

Deutscher Fußball-Bund

Schenk: DFB-Führungsposition für Übergang vorstellbar

Die Anti-Korruptions-Expertin und langjährige Sportfunktionärin Sylvia Schenk kann sich eine Tätigkeit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorstellen.

Sportfunktionärin
Sylvia Schenk fordert eine Neuaufstellung in der DFB-Führungsebene.
Foto: Arne Dedert/dpa

„Meine Zukunft sehe ich nicht als DFB-Präsidentin, (...) aber wenn es darum geht, mit ein paar Leuten in einem Team den DFB mal über zwei Jahre in die Zukunft zu führen, also Ruhe reinzubringen, (...) aufzuklären, (...) bei so einem Übergang zu helfen, das kann ich mir vorstellen“, sagte die 68-Jährige dem Radiosender „Bayern 2“.

Die Chefs der Landes- und Regionalverbände hatten am Sonntag Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius ihr Misstrauen ausgesprochen. Seither hat sich Keller nicht geäußert. Bei der DFB-Präsidiumssitzung am 23. April hatte er Vizepräsident Rainer Koch mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. „Da stecken lauter alte Geschichten dahinter. Und vor allem steckt dahinter, dass sich immer dieselben Personen mit sich selbst beschäftigen“, kommentierte Schenk. Man schmore „im eigenen Saft“.

Die Funktionärin fordert eine Neuaufstellung in der Führungsebene. „Die brauchen frisches Blut, die brauchen paar mehr Frauen, die brauchen Leute von außen, sonst funktioniert das nicht“, stellte Schenk klar. Diese gebe die Satzung aber „leider“ nicht her. „Da wird so dezidiert festgelegt, wie wer aus welchem Verband welcher Vizepräsident wird, da kann man kaum etwas machen im Moment, das ist das Problem.“ Im Verband gibt es seit längerem einen Führungsstreit zwischen Keller, Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge.

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