Archivierter Artikel vom 27.05.2013, 10:30 Uhr

Schamasch kandidiert für WADA-Präsidentenamt

St. Petersburg (dpa). Mit einem umfangreichen Reform-Programm will der ehemalige Chef-Mediziner im IOC, Patrick Schamasch, Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) werden.

Gewillt
Patrick Schamasch möchte WADA-Präsident werden.
Foto: dpa

Der 66-Jährige bestätigte seine Kandidatur in St. Petersburg der Nachrichtenagentur dpa. Schamasch will das Testsystem modernisieren, die Zahl der teuren, aber oft ineffektiven Kontrollen reduzieren, und Athleten stärker in die Doping-Bekämpfung einbinden. Er ist britischer und französischer Staatsbürger und war von 1993 bis 2012 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee.

«Nicht die Zahl der Dopingtests ist entscheidend, sondern die Qualität», sagte Schamasch, der nach seinem Ausscheiden beim IOC Ende 2012 als Berater der Ringe-Organisation tätig ist. Neben Schamasch hat bisher nur der Schotte Craig Reedie, Mitglied der IOC-Exekutive, seine Bewerbung für das höchste WADA-Amt angemeldet.

Auf der vierten WADA-Konferenz vom 12. bis 15. November in Johannesburg wird der Nachfolger des australischen WADA-Chefs John Fahey gewählt. Es ist festgelegt, dass die olympische Bewegung und Regierungen das Präsidentenamt der WADA alternierend besetzen. Fahey, der 2007 IOC-Mitglied Richard Pound an der WADA-Spitze abgelöst hatte, war früher Finanzminister in Australien.