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    Santa Cruz: «Sind in historischer Epoche»

    Polokwane (dpa) -Den entthronten Weltmeister auf den letzten Gruppenplatz verwiesen, dem Angstgegner aus dem Weg gegangen und schon Glückwünsche vom Präsidenten bekommen. Bei aller Euphorie wissen Paraguays Fußballer um Roque Santa Cruz nur zu gut, worauf es ankommt.

    Zuversicht
    Paraguays Roque Santa Cruz erwartet den Einzug in das Viertelfinale.

    «Ab dem Viertelfinale können wir davon sprechen, dass es eine gute WM für uns war. Wir sind in einer historischen Epoche», sagte der ehemalige Bayern-Profi. Das 0:0 im Gruppenfinale gegen Neuseeland reichte zu Platz eins vor der Slowakei, den Kiwis» und dem gescheiterten Titelverteidiger Italien – und die Südamerikaner gingen dadurch vor allem einer Konfrontation in der ersten K.o.-Runde mit den Niederlanden aus dem Weg. Dass der wenig begeisternde Auftritt am Donnerstag aber auch gegen Japan genügen wird, hält selbst Paraguays argentinischer Trainer Gerardo Martino für eher unwahrscheinlich. «Wenn wir es noch weiter bringen wollen, müssen wir uns noch erheblich steigern», forderte er sichtbar missmutig.

    «Es gibt Mannschaften, die auf unfassbarere Weise ausgeschieden sind – also, warum sollte Paraguay nicht bis zur letzten Woche bleiben», fragte dagegen Kapitän Denis Caniza. Der 35-Jährige nimmt als erster Profi Paraguays zum vierten Mal an einer WM teil. Gegen Neuseeland kam er erstmals in Südafrika zum Einsatz und zeigte eine überzeugende Leistung.

    Präsident Fernando Lugo ließ es sich nicht nehmen, und meldete sich voller Pathos schon am Abend nach dem Achtelfinaleinzug telefonisch. «Das Volk Paraguays will mit dieser Nachricht alle Spieler umarmen, die ihre Trikots mit Hingabe und Qualität durchschwitzt und sich die Zuneigung und den Respekt aller erarbeitet haben.»

    Gegen die fußballerisch uninspirierten, aber physisch äußerst präsenten Neuseeländer fehlte dem Team aus Südamerika aber die nötige Souveränität. «Natürlich ist noch Raum für Verbesserungen», bekannte Santa Cruz. Auch wenn er zum «Man of the Match» gewählt wurde, konnte der ehemalige Bundesliga-Beau nicht an die ansehnliche Leistung gegen die Slowakei anschließen.

    Der hünenhaften Mannschaft Neuseelands, die sich nach drei Unentschieden voller Stolz von der WM-Bühne in Südafrika verabschieden konnte, folgt nun ein wuselig-quirliges Ensemble. Die Japaner bewiesen Nerven und sicherten sich im entscheidenden Spiel Platz zwei in der Gruppe E durch das 3:1 über Dänemark. Für die Asiaten soll nach dem Achtelfinale aber die WM vorbei sein. «Wir haben einen Traum, den wir unbedingt am Leben erhalten wollen», betonte Paraguays Torwart Justo Villar. «Wir fühlen uns stärker als je zuvor», stellte Santa Cruz klar.

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