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Heidelberg

Sandhausens Kündigung gegen Schuon bestätigt

dpa

Die Klage des in den Wettskandal verwickelten Fußballspielers Marcel Schuon gegen die fristlose Kündigung durch den Drittligisten SV Sandhausen ist abgewiesen worden. Das entschied das Arbeitsgericht Heidelberg.

Damit muss Schuon auch die Kosten für das Verfahren tragen, dessen Streitwert auf 24 000 Euro festgesetzt wurde. Schuon und sein Anwalt Siegfried Kauder können innerhalb einer Woche Einspruch einlegen. Weder Kauder noch sein Mandant waren zugegen, so dass der Gerichtsentscheid als sogenanntes Versäumnisurteil verlesen wurde. Ein Antrag Kauders auf Verlegung des Termins war abgewiesen worden.

Schuon hatte im November bei der Staatsanwaltschaft Bochum ausgesagt, dass er vor seinem Wechsel nach Sandhausen noch als Profi des VfL Osnabrück mit einem Auftraggeber eine Spielmanipulation verabredet hatte. Zu dieser sei es aber nicht gekommen. Gegen die nach diesem Eingeständnis vom SV laut Richter Lothar Jordan am 2. Dezember 2009 ausgesprochene fristlose Kündigung hatte der 24 Jahre alte Verteidiger geklagt. «Es ist unstrittig, dass Herr Schuon unter Wettsucht leidet», sagte Jordan und kritisierte, dass die Kläger- Seite den Weg eines Verfahrens gewählt hatte. «Wenn jemand so krank wie Herr Schuon ist, dann ist das der denkbar ungünstigste Weg für den jungen Mann. Man hätte sich ohne Öffentlichkeit einigen sollen.»

Auch Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier zeigte sich enttäuscht vom Vorgehen seines Ex-Spielers. «Man sieht, dass es Schuon nur um das Geld geht und nicht um die Wiedereinstellung», sagte Machmeier. «Wir hätten eine Lösung gefunden, wenn er sich gemeldet hätte.»

Seine in einem Zeitungsinterview geäußerte Andeutung eines bisher noch unbekannten Manipulationsversuchs durch Schuon wollte Machmeier nicht konkretisieren. «Wenn man es nicht beweisen kann, dann bringt es auch nichts, es zu melden», erklärte Machmeier auf die Frage, warum keine offizielle Meldung beim Deutschen Fußball- Bund (DFB) gemacht habe. Er sei überzeugt, «dass auch bei unserem Hinspiel in Aue nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Aber leider können wir ihm das nicht nachweisen», hatte Machmeier mit Blick auf das 1:3 bei Erzgebirge Aue am 19. September 2009 gesagt. Schuons Anwalt Kauder reagierte empört. «Wenn man so etwas behauptet, muss man es auch beweisen können. Sonst ist es eine reine Unterstellung und somit gelinde gesagt ungehörig», sagte der Jurist der Deutschen Presse-Agentur dpa.

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