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Leipzig

Sandhausen erobert Spitze zurück – Heidenheim Dritter

Der SV Sandhausen hat dank eines 1:0-Sieges über Carl-Zeiss Jena die Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga zurückerobert. Dabei profitierte der Spitzenreiter von der 1:3-Niederlage des VfR Aalen beim 1. FC Heidenheim, der auf Relegationsplatz drei kletterte.

Sandhausens Trainer Gerd Dais wollte die Führung aufgrund des einen Spiels mehr im Vergleich zu Aalen nicht überbewerten: «Dazu ist die Tabelle zu verzerrt», meinte Dais und analysierte lieber die Begegnung: «Wir haben uns sehr lange sehr schwergetan, aber der Sieg war verdient.»

Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier freute sich vor allem über den eingewechselten Siegtorschützen Regis Dorn: «Ich gönne ihm den Treffer besonders, weil er als Reservist geduldig geblieben ist.» Für die abstiegsbedrohten Thüringer war jedoch mehr drin. Daher monierte Jenas Coach Petrik Sander den «biederen Auftritt» seiner Mannschaft: «In vielen Situationen haben wir die falsche Entscheidung getroffen, waren auch zu mutlos.»

Der 1. FC Heidenheim kommt seinem Aufstiegs-Anspruch immer näher. «In dieser unglaublichen Atmosphäre haben wir die beste Leistung gezeigt, seit ich hier im Amt bin», betonte Heidenheims Trainer Frank Schmidt. Das Spitzenspiel hatten in der erstmals in dieser Saison ausverkauften Heidenheimer Voith-Arena 10 000 Zuschauer gesehen. Aalens Coach Ralph Hasenhüttl kritisierte indes, dass sein Team «mit der Aggressivität der Gastgeber» nicht zurechtgekommen sei. Dennoch gehe die Niederlage in Ordnung. Es war die erste nach acht Siegen.

Der SSV Jahn Regensburg wurde von Heidenheim vom dritten Rang verdrängt, weil er bei Rot-Weiß Erfurt 2:2 spielte. Dennoch war Jahn-Trainer Markus Weinzierl mit dem Resultat zufrieden. «Ein glückliches Remis und eine kämpferisch tolle Leistung meiner Elf.» Die war über eine halbe Stunde lang wegen einer Gelb-Roten Karte für Tim Erfen auf zehn Spieler geschrumpft. Deshalb war Weinzierls Erfurter Kollege Stefan Emmerling «nur mit dem Spiel zufrieden, nicht aber mit dem Punkt».

Der Chemnitzer FC hat unterdessen seine Erfolgsserie fortgesetzt. Mit dem 2:0 über Schlusslicht Werder Bremen II blieben die Sachsen zum zwölften Mal hintereinander ungeschlagen und liegen noch einen Punkt hinter Relegationsplatz drei.

Im Tabellenkeller schöpfte Rot-Weiß Oberhausen neue Hoffnung. Mario Baslers Mannschaft steht nach einem 1:0 gegen den SV Babelsberg zwar noch auf einem Abstiegsrang, verdrängte aber Jena von Platz 18.

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