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Mainz

RZ exklusiv zum Nürburgring: Betreiber wollen nicht aufgeben, obwohl Land Verträge kündigen will

Die rot-grüne Landesregierung ist nach Informationen unsere Zeitung fest entschlossen, die Verträge mit den Nürburgring-Pächtern zu kündigen. Die Kündigungen sollen im Auftrag der Regierung von der Besitzgesellschaft, der Nürburgring GmbH, ausgesprochen werden. Die neue Saison könnte bereits von der nahezu landeseigenen Ring GmbH betrieben werden. Mittelfristig soll es zu einer Neuausschreibung kommen. Selbst nach intensiven Verhandlungen war im Streit um die Pacht zwischen dem Land und den Pächtern keine Einigung zu erzielen.

Mainz – Die rot-grüne Landesregierung ist nach Informationen unsere Zeitung fest entschlossen, die Verträge mit den Nürburgring-Pächtern zu kündigen. Die Kündigungen sollen im Auftrag der Regierung von der Besitzgesellschaft, der Nürburgring GmbH, ausgesprochen werden. Die neue Saison könnte bereits von der nahezu landeseigenen Ring GmbH betrieben werden. Mittelfristig soll es zu einer Neuausschreibung kommen. Selbst nach intensiven Verhandlungen war im Streit um die Pacht zwischen dem Land und den Pächtern keine Einigung zu erzielen.  

 – Am Nürburgring könnte langer Rechtsstreit drohen – CDU: Jetzt muss der Steuerzahler bluten

 Der Streit am Nürburgring eskaliert nun vollends. Denn die private Nürburgring Automotive GmbH (NAG) – mit den Gesellschaftern Kai Richter und Jörg Lindner ‑  zeigt sich kampfbereit. „Von Rückzug kann keine Rede sein“, erklärte ein Sprecher gegenüber unserer Zeitung in einer ersten Reaktion. In der Landesregierung geht man davon aus, dass es zu einem längeren Rechtsstreit kommt. Zudem muss die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH zunächst mit Landesgeldern stabilisiert werden, wie unsere Zeitung erfuhr.

 Die oppositionelle CDU rechnet damit, dass der Steuerzahlen nun zur Kasse gebeten wird. Wirtschaftspolitiker Alexander Licht im Gespräch mit unserer Zeitung: „Um die verfahrene Lage am Ring wieder in vernünftige Bahnen zu lenken, wird der Steuerzahler kräftig bluten müssen.“ Licht kommentierte fast schon resigniert: „Das lange erwartete Desaster nimmt nun seinen Lauf.“ Vor allem Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und dem früheren Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) wirft er Versagen bei der Neuordnung von Rennstrecke und Freizeitpark vor. Der CDU-Politiker befürchtet, dass die privaten Pächter teuer aus dem Ring herausgekauft werden müssen. Licht wörtlich: „Kai Richter wird recht damit haben, wenn er sagt, seine persönliche Vermögensbildung ist am Nürburgring noch nicht abgeschlossen.“       

Von unserem Redakteur Dietmar Brück

 

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