Archivierter Artikel vom 13.02.2013, 13:45 Uhr

Russland fordert Erhalt vom olympischen Ringen

Moskau (dpa). Russlands Nationales Olympisches Komitee (NOK) hat einen Erhalt der Traditionssportart Ringen bei den Olympischen Spielen gefordert.

Russland werde alle Hebel in Bewegung setzen, beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein Ende dieser Disziplin zu verhindern, sagte der russische NOK-Präsident Alexander Schukow dem Sportportal rsport.ru zufolge in Moskau. «Ich denke, dass dies äußerst wichtig ist nicht nur für den russischen Sport und Millionen Fans in Russland, sondern insgesamt für die weltweite olympische Bewegung», sagte Schukow.

Die Entscheidung der IOC-Exekutive sei «äußerst unerwartet». Aktiv werden müssten jetzt nicht nur Russlands Vertreter beim IOC, sondern auch das NOK in Moskau sowie die nationale Kampfsportvereinigung, sagte Schukow. «Für Russland ist das natürlich eine besonders unangenehme Nachricht», betonte er. Hunderttausende Kinder würden in Russland davon träumen, Olympiasieger im Ringen zu werden. «Es wäre natürlich eine ganz große Ungerechtigkeit, wenn jemand ihnen diese Träume nehmen würde», meinte der Funktionär.

Die russische Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin stelle den Beschluss der IOC-Exekutive vom Dienstag ebenfalls infrage. «Die Autoren dieser Entscheidung sollten einer Doping-Kontrolle unterzogen werden», kommentierte Rogosin beim Kurznachrichtendienst Twitter.