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    München

    Rückkehr der Magie – «Robbéry» wie Messi & Ronaldo

    Die Rückkehr der Magie beim umjubelten «Robbéry»-Comeback riss die Bayern schlagartig aus ihrer Bundesliga-Depression.

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    Arjen Robben (M.) und Bayern-Coach Louis van Gaal (l) klatschen sich nach Robbens Auswechslung ab.

    «Das war beeindruckend. Ich bin überzeugt, dass es ein Startschuss für sehr wichtige Wochen war», frohlockte Sportdirektor Christian Nerlinger nach der 4:0-Gala gegen den ehrfürchtigen Sparringspartner 1899 Hoffenheim, obwohl sich am Drei-Punkte-Rückstand der Münchner zum Minimalziel Platz zwei nichts geändert hat und Borussia Dortmund als Tabellenführer immer noch komfortable 13 Zähler voraus ist.

    Doch erstmals nach 273 Tagen - dem 4:0-Triumph im DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen - wirbelten Franck Ribéry und Arjen Robben wieder gemeinsam im Trikot des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Und wie auf Knopfdruck spielten die Bayern wie beim Double-Gewinn 2010 auf.

    Robben glänzte selbst mit blutiger Nase nach einer nur mit Gelb geahndeten Tätlichkeit des Hoffenheimers Josip Simunic als Solist und zweifacher Torschütze. Und Ribéry war als Antreiber an drei Treffern direkt beteiligt. «Mit Robben und Ribéry haben wir mehr Kreativität und Druck nach vorne. Sie sind unglaublich wichtig für den FC Bayern», erklärte Trainer Louis van Gaal nach «einem unserer besten Spiele in dieser Saison» und stellte seine 50 Millionen Euro teure Flügelzange sogar auf eine Stufe mit den Weltbesten.

    «Wir haben sechs Monate ohne diese Spieler gespielt. Wenn wir Messi und Xavi in Barcelona wegnehmen, ist das auch anders. Und dasselbe ist es mit Ronaldo und Özil bei Real Madrid», erläuterte van Gaal. Vergessen waren die 2:3-Schmach von Köln, die Selbstzweifel, das Bangen um die direkte Champions-League-Qualifikation, die Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vor dem siebten Heimsieg in Serie akut «gefährdet» sah. «Es ist lange her, dass wir 90 Minuten guten Fußball gespielt haben», kommentierte van Gaal erleichtert.

    Gegen «grottenschlechte» Hoffenheimer, wie Gäste-Trainer Marco Pezzaiuoli freimütig zugab, dauerte es nicht einmal 90 Sekunden, da hatten die Bayern nach einer Gemeinschaftsproduktion von Ribéry, Thomas Müller und Robben durch Mario Gomez erstmals zugeschlagen (2.). Es war das 26. Tor des Nationalstürmers im 30. Saison-Pflichtspiel. Müller (15.) und Robben (63./81.) legten nach.

    «Wir wollten zeigen, dass wir eine super Mannschaft sind», erklärte Robben - und es war nicht nur eine «Rib & Rob»-Show. Aber die Flügelzange macht das Bayern-Spiel wieder unberechenbarer, rasanter, brillanter. «Wenn ich ohne Robben auf dem Platz stehe, ist das schlecht», sagte Ribéry. «Franck bringt Extra-Qualität auf den Platz», erwiderte Robben, der wichtigste Münchner Erfolgsfaktor.

    «Natürlich sind Ribéry und Robben Spieler, die das i-Tüpfelchen draufsetzen können», betonte Nerlinger. «Bayern reloaded» erlebten die 69 000 Zuschauer in der Allianz Arena. Aber das lag nicht nur am Comeback von «Robbéry». Es ermöglichte Müllers Rückkehr ins Zentrum und vor allem Bastian Schweinsteigers Rückversetzung ins defensive Mittelfeld, was dem Bayern-Spiel besonders gut tat. Mit dem Bestwert von 89 Ballkontakten gab Schweinsteiger dem Spiel Stabilität.

    «Das ist unsere Formation, damit ist unser Spiel kompakter und flüssiger», stellte Nerlinger zu den Umstellungen fest. Dazu kam, «dass wir unser Defensivkonzept überdacht haben in dieser Woche», wie der Sportdirektor verriet. Kapitän Philipp Lahm lobte explizit, «dass es schön war zu sehen, wie Franck und Arjen auch nach hinten gearbeitet haben. Sie können den Unterschied ausmachen, müssen aber auch in der Defensive mitarbeiten», betonte der Außenverteidiger.

    Nun herrscht wieder Aufbruchstimmung in München vor den «Wochen der Wahrheit» mit der Revanche gegen Inter Mailand in der Champions League, der Liga-Kraftprobe gegen Dortmund und dem Pokal-Halbfinale gegen Schalke. «Die entscheidenden Monate kommen noch», so van Gaal.

    So leicht wie gegen die Hoffenheimer wird es dann nicht. «Wir waren noch gut bedient», gestand Pezzaiuoli. Allein Torwart Tom Starke hielt die Abreibung in Grenzen. «Das war eine derbe Klatsche für uns», meinte Starke, «aber vielleicht zur rechten Zeit.»

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