Archivierter Artikel vom 18.09.2010, 16:44 Uhr

Rostock trotz Remis Spitzenreiter – Kickers patzen

Leipzig (dpa). Zwei Punkte verloren, Tabellenspitze gewonnen: Hansa Rostock macht bei seiner Mission Wiederaufstieg ernst. Trotz des ersten Remis hat der Zweitliga-Absteiger die Führung übernommen und Kickers Offenbach verdrängt.

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Die Leistung beim 1:1 gegen Wacker Burghausen war mit fehlender Spritzigkeit und ungenauen Pässen aber alles andere als zufriedenstellend. Zumal der Ausgleichstreffer der Hanseaten höchst abseitsverdächtig war. Wacker-Trainer Mario Basler tobte zwischenzeitlich an der Seitenlinie, auch wenn er hinterher wieder versöhnlich klang: «Das 1:1 geht völlig in Ordnung, wobei wir auch von unserem frühen Führungstor profitiert haben.»

Ganz und gar nicht zufrieden war trotz der Tabellenführung Rostocks Trainer Peter Vollmann. «Ich muss meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass sie zu schlampig gespielt und zu viele Fehler produziert hat», wetterte er. Jetzt müsse das schlechte Spiel abgehakt und zu gewohnter Stärke gefunden werden. Schließlich wird die Hansa-Elf am 21. September im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Offenbach auf eine harte Probe gestellt.

Während der seit Mitte August als Trainer amtierende Basler erneut Glücksbringer für seine Burghausener Mannschaft war, stellte sich der neue Sandhausener Coach Pawel Dotschew noch nicht als Glücksgriff heraus. Der ehemalige bulgarische Bundesliga-Profi hatte am 13. September Frank Leicht als Trainer abgelöst. Sein Debüt missglückte jedoch: Sandhausen unterlag dem VfB Stuttgart II mit 0:1.

Für Offenbach lief es am 8. Spieltag nicht besser. Die Hessen kamen bei Rot-Weiß Erfurt mit 1:3 unter die Räder, kassierten die erste Niederlage und rutschten auf den zweiten Platz ab. «Das habe ich kommen sehen. Es deutete sich schon im Training an. Da waren wir wenig konzentriert und so verläuft dann auch das Spiel», analysierte Gäste-Coach Wolfgang Wolf. Sein Erfurter Kollege Stefan Emmerling hatte sich angesichts der Tormöglichkeiten sogar noch mehr erhofft: «Wir hätten in der ersten Halbzeit höher als 1:0 führen müssen. Der Pfostentreffer von Offenbach war dann wie ein Wacheffekt.»

Glücklicher Gewinner war Jahn Regensburg. Die Ostbayern setzten sich 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim durch und sprangen mit nur noch einem Punkt Rückstand zum Spitzenreiter auf den dritten Tabellenplatz. «In der ersten Halbzeit war unser Spiel gut und das Führungstor haben wir zurecht erzielt. Dann kam Heidenheim besser zum Zug. Mit viel Selbstvertrauen schafften wir aber noch den Erfolg», sagte der Regensburger Fußball-Lehrer Markus Weinzierl. Trainerkollege Frank Schmidt vermisste unterdessen die Aggressivität seiner Mannschaft und bezeichnete die Leistung als «Mittelmaß».