Archivierter Artikel vom 14.07.2011, 16:00 Uhr

Rogge: Nordkorea 2018 kein Olympia-Co-Ausrichter

Tokio (dpa). IOC-Chef Jacques Rogge will Nordkorea nicht als Co-Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang akzeptieren.

Stellungnahme
IOC-Präsident Jacques Rogge stellt klar: 2018 kann Nordkorea nicht Co-Ausrichter der Winterspiele sein.
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«Das IOC vergibt die Spiele in eine Stadt in einem Land», sagte der belgische Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu Journalisten in Japans Hauptstadt Tokio. «Wettkämpfe auf Orte in zwei verschiedenen Ländern aufzuteilen, ist in der aktuellen olympischen Charta nicht vorgesehen», meinte Rogge.

Erst am Vortag hatte das nordkoreanische IOC-Mitglied Jang Ung eine Beteiligung seines Landes an den Winterspielen erneut ins Spiel gebracht. Zuvor hatten in Südkorea Vertreter der Opposition die Idee, dass das Nachbarland auch eine organisatorische Rolle übernehmen könnte, aufgebracht.

Eine gemeinsame Olympia-Mannschaft von Nord- und Südkorea kann sich Rogge allerdings vorstellen: «Es kann symbolische Aktionen wie einen gemeinsamen Einmarsch bei der Eröffnungsfeier oder, warum nicht, sogar ein gemeinsames Team geben», sagte der IOC-Chef.

Das IOC hat die übernächsten Winterspiele an Pyeongchang vergeben. Das kommunistische Nordkorea hatte sich zunächst nicht offiziell dazu geäußert. Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten hatten sich seit dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch Nordkoreas Küstenartillerie im November deutlich verschärft.