Archivierter Artikel vom 07.03.2012, 16:30 Uhr
Belgrad

Ringerin Engelhardt holt EM-Bronze

Glück und Pech lagen für die deutschen Ringerinnen am zweiten Wettkampftag der EM in Belgrad eng beieinander. Alexandra Engelhardt gewann die zweite Bronze-Medaille für das deutsche Frauen-Team, doch zuvor musste Bundestrainer Jörg Helmdach eine Hiobsbotschaft hinnehmen.

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Ringerin Alexandra Engelhardt (rot) in Aktion.
Foto: Zurab Kurtsikidze – DPA

Denn für Maria Selmaier ist die EM schon vor dem ersten Kampf beendet. Die Athletin vom KSC Motor Jena zog sich beim Aufwärmen einen Fußbruch zu. Daher kann die Thüringerin im schwersten Limit nicht an den Start gehen und muss die Heimreise antreten. Für sie wurde bereits Lisa Hug (KSK Konkordia Neuss) nachnominiert. Die Wettkämpfe bis 72 Kilogramm werden am Freitag ausgetragen.

Alexandra Engelhardt kämpfte nach Bekanntwerden der Diagnose bei ihrer Teamkollegin noch entschlossener. Erst schulterte die Ludwigshafenerin in der Hoffnungsrunde die Niederländerin Jessica Blaszka und im kleinen Finale bezwang sie dann im 51-Kilogramm-Limit die Aserbaidschanerin Patimat Bagomedowa mit 2:0 (1:0,1:0). «Eine starke, taktische Leistung», meinte Helmdach.

Pech hatte auch Tim Schleicher. Der Nürnberger erreichte in der Kategorie bis 60 Kilogramm zwar ebenfalls die Hoffnungsrunde. Doch bei seiner Viertelfinal-Niederlage gegen den Finalisten Anatoli Guidea aus Bulgarien zog er sich eine Fußverletzung zu. Er wurde zusammen mit Selmaier zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, die Diagnose lautete Prellung. Zuvor hatte Schleicher den Litauer Vytas Cumakov bezwungen. «Schade, Tim hat heute starke Leistungen geboten und Anatoli Guidea ordentlich Paroli geboten, umso schlimmer ist sein verletzungsbedingtes Ausscheiden», sagte Freistil-Bundestrainer Alexander Leipold.

Ausgeschieden sind auch Emanuel Krause aus Luckenwalde im 55-kg-Limit sowie Kathrin Neumaier aus Mühlenbach in der Klasse bis 59 kg.