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    Riesch-Arzt: «Auf keinen Fall Risiko eingehen»

    Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch bangt wegen einer Virusgrippe um den WM-Start in der Super-Kombination am Freitag.

    Teamarzt
    Hannes Scherr äußert sich auf einer Pressekonferenz zum Gesundheitszustand von Maria Riesch.

    Mannschaftsarzt und Internist Hannes Scherr erklärte in Garmisch-Partenkirchen in einer Pressekonferenz, wie die Partenkirchenerin behandelt wird und wie groß die Chancen auf einen Start sind.

    Wie geht es Maria Riesch aktuell?

    Hannes Scherr: «Sie ist natürlich ein bisschen erkrankt, sie befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. Man muss es immer kurzfristig entscheiden, man kann keine längeren Prognosen machen. Wir schauen von Stunde zu Stunde, von halbem Tag zu halbem Tag. Wenn man weiß, wie es mit einer Grippe ist, dann weiß man natürlich, wie schnell sie kommt, wie schnell aber auch die Symptome wieder nachlassen können. Es ist unberechenbar, deswegen müssen wir kurzfristig entscheiden.»

    Was hat sie genau?

    Scherr: «Sie hat eine Virusgrippe. Wir haben heute noch einmal Blut abgenommen und da sieht man schon, dass es ein Virus ist und nicht ein Bakterium.»

    Wie wird die Virusgrippe behandelt?

    Scherr: «Sie wird natürlich intensiv behandelt, mit allem, was zur Verfügung steht, was erlaubt ist. Sprich von hochdosierten Vitaminen über Mittel gegen Viren, die wir gestern sofort nach Beginn der ersten Symptome gegeben haben.»

    Heute hat sie das zweite Abfahrtstraining nicht wahrgenommen. Was war der Grund dafür?

    Scherr: «Wir wollen auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen. Wir arbeiten natürlich daran, dass Maria an sämtlichen Wettbewerben teilnehmen kann. Uns war einfach die Gefahr zu groß, dass wir durch einen zu frühen Einsatz die weitere Heilung gefährden. Deshalb haben wir Maria heute geschont, dass sie sich optimal erholen kann.

    Maria Riesch ist nach Viktoria Rebensburg die zweite Athletin im Team mit einer Virusgrippe. Wie geht der Deutsche Skiverband damit um?

    Scherr: «Wir sind vom Organisatorischen optimal versorgt, wir können alle isolieren. Es ist nicht so, dass vier Leute beisammen liegen. Wir tun alles dafür, um sie fernzuhalten vom Team.»

    Wie realistisch ist der Start von Maria Riesch?

    Scherr: «Maria hat ein großes Kämpferherz. Sie wird alles dran setzen, dass sie starten kann. Wenn man die letzten Werte sieht, kann man sagen: Von den Blutwerten könnte sie schon starten. Aber es sind nicht Blutwerte, die den Berg runter fahren, sondern es ist Maria. Im Endeffekt muss man auf ihr subjektives Empfinden achtgeben und darauf die Entscheidung fußen lassen.»

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