Archivierter Artikel vom 26.10.2010, 11:18 Uhr
Berlin

Rezeptfreie Medikamente schränken Fahrtüchtigkeit ein

Auch rezeptfreie Medikamente können die Fahrtüchtigkeit einschränken. Am besten informieren sich Autofahrer in der Apotheke, welche Auswirkungen ein Mittel auf die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit haben kann.

Unterschätztes Risiko: rezeptfreie Medikamente
Nicht alles schlucken: Im Zweifel sollten Autofahrer vor der Einnahme von Medikamenten ihren Arzt oder Apotheker nach möglichen Nebenwirkungen fragen. (Bild: Haupt/dpa/tmn)

Für Arzneimittel gebe es im Gegensatz zu Alkohol keine Grenzwerte – Fahrer müssten dementsprechend selbst beurteilen, ob sie sich ans Steuer setzen, erklären die Experten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Auch das plötzliche Absetzen eines Medikaments könne riskant sein.

Arzneimittel, die am Auge angewendet werden, können der ABDA zufolge außerdem die Sicht beeinträchtigen. Autofahrer sollten grundsätzlich so lange mit dem Fahren warten, bis sie wieder klar sehen können. Augensalben und ölige Augentropfen verschlechtern die Sicht für längere Zeit. Sie sollten deshalb erst abends eingesetzt werden.