Archivierter Artikel vom 20.07.2011, 13:22 Uhr

Rewe-Kundendaten im Web: Auf Spam-Mails achten

Stuttgart (dpa/tmn). Der Spaß am Tausch der begehrten Rewe-Tierbildchen dürfte manchen Sammlern inzwischen vergangen sein. Nach dem Hackerangriff wurden Zehntausende Kundendaten ins Internet gestellt. Betroffene müssen nun mit Spam-Mails rechnen.

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Rewe-Sammelbilder
Hacker haben Daten von Rewe-Kunden ins Netz gestellt. (Bild: dpa)
Foto: DPA

Nutzer der Sammelbilder-Tauschbörse von Rewe können Spam-E-Mails erhalten. Nach einem Hackerangriff waren Namen, Mailadressen und unverschlüsselte Passwörter gestohlen und im Internet veröffentlicht worden. Betroffene sollten deshalb in nächster Zeit bei E-Mails mit Gewinnspielen oder vermeintlichen Sonderangeboten misstrauisch sein, rät Dunja Richter von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Außerdem gilt es, in Mails unbekannter Absender nicht leichtfertig auf Anhänge oder Links zu öffnen, weil so Schadsoftware auf den Rechner gelangen könnte. Wer das Passwort für die Sammelbilder-Tauschbörse auch für andere Seiten oder Dienste im Netz verwendet, sollte es dort so schnell wie möglich ändern.

Nehmen die Werbemails überhand, können Verbraucher bei Firmen Widerspruch gegen die unerwünschte Post einlegen – allerdings helfe das in der Praxis längst nicht immer, schränkt Richter ein. Vor allem kriminellen Versendern von Spam ist so nicht beizukommen.

Verbraucherschützerin Richter empfiehlt grundsätzlich einen sparsamen Umgang mit persönlichen Daten: «Überlegen Sie sich immer gut, welche Tauschbörsen und Gewinnspiele das Risiko wert sind.» Wer auf solche Angebote nicht verzichten will, kann sich auch eine zweite E-Mail-Adresse zulegen. «Wichtig ist, dass daraus nicht der eigene Name abzuleiten ist», erklärt Richter.

Diese Verhaltensregeln sollte auch der Nachwuchs kennen. «Kindern fehlt oft das Gefühl dafür, welche Daten sensibel sind», sagt die Verbraucherschützerin. Behalten Sie deshalb im Auge, wo und womit sich ihre Kinder überall anmelden.»