Archivierter Artikel vom 03.08.2010, 14:18 Uhr

Rempeln gilt nicht: Für Schwimmer gilt Badeordnung

Neustadt/Berlin (dpa/tmn) – Schwimmbadgäste, die sich nicht an bestimmte Regeln halten, können Hausverbot bekommen. Das entschied das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße, teilt die Deutsche Anwaltauskunft mit (Aktenzeichen: 4 L 81/10).

An dem Verbot ändere auch dann nichts daran, wenn ein Badegast aus medizinischen Gründen auf das Schwimmen angewiesen sei. Wichtiger sei die Einhaltung der Haus- und Badeordnung, geht aus der Entscheidung des Gerichts hervor.

Im verhandelten Fall hatte eine Schwimmerin geklagt, die von der Stadt als «Hausherrin» bereits zum zweiten Mal ein dreimonatiges Schwimmverbot bekam und dies nicht einsah. Doch sie hatte sich häufig entgegen der Schwimmbahnen fortbewegt und war so mit anderen Badegästen kollidiert. Auch hatte sie einen anderen Gast auf den Weg ins Wasser beiseite geschubst sowie eine Schwimmbrille aus einer fremden Badetasche an sich genommen. Als die Schwimmerin dann noch das Personal beschimpfte, weil sie einen Kurs nicht buchen konnte, erteilte die Stadt erneut Hausverbot. Die Klage der renitenten Schwimmerin dagegen wies das Gericht ab.