Archivierter Artikel vom 22.06.2010, 13:40 Uhr

Rekord bei «Erasmus»-Studenten

Brüssel (dpa). Europäische Studenten nutzen das Austauschprogramm «Erasmus» so eifrig wie noch nie. Im Studienjahr 2008/2009 griffen fast 200 000 junge Europäer bei Studienaufenthalten oder Praktika im Ausland auf den monatlichen «Erasmus»-Zuschuss zurück.

Das war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von rund neun Prozent, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Deutschland schickte 27 900 Studenten über die europäischen Grenzen, das waren 1600 mehr als im Vorjahr. Damit landete Deutschland nach Frankreich auf Platz zwei. Die meisten nutzten die Finanzspritze für ihr Studium, allerdings nahm die Zahl der Praktikanten deutlich zu. Dieser Trend ist auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten.

Ein Auslandspraktikum finanzierten insgesamt rund 30 400 europäische Studenten mit dem EU-Zuschuss, also doppelt so viele wie davor. Praktika fördert Erasmus erst seit 2007. Insgesamt hat das Bildungsprogramm seit 1987 zwei Millionen junge Europäer dabei unterstützt, im Ausland zu studiert oder zu arbeiten.

Die beliebtesten Zielländer waren Spanien (33 200), Frankreich (24 600) und Deutschland (22 000). Im Schnitt bekamen die Studenten fürs Studium im Ausland 272 Euro im Monat, fürs Arbeiten 432 Euro. Außer den 27 EU-Ländern nehmen auch Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei am «Erasmus»-Programm teil.