Archivierter Artikel vom 09.08.2010, 12:54 Uhr
Berlin

Regierung: Kein Internet-Pranger für freigelassene Straftäter

Die Bundesregierung lehnt es ab, die jetzt aus der Sicherungsverwahrung freikommenden 80 Schwerkriminellen mit Namen, Adresse und Foto ins Internet zu stellen. Das sei «kein gangbarer Weg», sagten Sprecher von Justiz- und Innenministerium. Sie verwiesen dabei auch auf Vorbehalte von Datenschützern. Es sei auch mit verfassungsrechtlichen Problemen zu rechnen. Zum besseren Schutz der Bevölkerung hatte der CDU-Innenpolitiker Reinhard Grindel verlangt, die Polizei sollte im Internet über den Aufenthaltsort der freikommenden Straftäter informieren.