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    Red Bull zuverlässig – Schumi: Noch keine Sorgen

    Der Weltmeister schon auf vollen Touren, die Verfolger mit Höhen und Tiefen. Trotz reichlich Runden auf dem Circuit Ricardo Tormo halten sich die Erkenntnisse nach den ersten drei Testtagen der neuen Formel-1-Saison aber in Grenzen.

    «Jetzt kann man noch gar nicht so viel sagen eigentlich, der erste Test ist dafür da, um zu sehen, dass das Auto fährt», betonte Titelverteidiger Vettel, dessen neuer Red-Bull-Rennwagen im Gegensatz zum neuen Mercedes von Michael Schumacher und Nico Rosberg auf Anhieb auch vorn und zuverlässig unterwegs war.

    Rekordweltmeister Schumacher schaffte zum Abschluss zwar 110 Runden im neuen Silberpfeil. Am Ende schlug aber lediglich Platz 9 von 12 Fahrern zu Buche. «Die Zeiten sind im Moment nicht wichtig», befand der 42-Jährige: «Ich mache mir im Moment noch keine Sorgen.»

    Einmal Erster, einmal Zweiter lautete Vettels Bilanz. «Generell ist es schon mal ein gutes Zeichen, wenn oben anstatt unten steht», meinte Vettel, der am Donnerstag nicht mehr im Einsatz war. Sein Teamkollege Mark Webber tat sich schwerer mit dem RB7. Nur Rang vier auf dem 4,005 Kilometer langen Kurs.

    Schnellster war am dritten Tag der Pole Robert Kubica im Renault vor Adrian Sutil aus Gräfelfing in einem Vorjahreswagen von Force India. Ex-Weltmeister Jenson Button reihte sich in einem 2010er McLaren auf Platz drei ein. Timo Glock aus Wersau fuhr in einem Virgin-«Gebrauchtwagen» auf den sechsten Platz.

    Einen kleinen Dämpfer musste Ferrari am Finaltag der ersten Testphase einstecken und notgedrungen einige Kilometer an Erfahrungen und Erkenntnissen mit dem neuen F150 einbüßen. Nach nur 12 Runden brannte das Heck des Autos, für Felipe Massa war es das erst einmal. «Er tat mir ein bisschen leid», meinte Schumacher über seinen ehemaligen Mitstreiter. Am Nachmittag kehrte der Brasilianer auf die Strecke zurück. Mehr als der fünfte Rang war aber nicht drin.

    Teamkollege Fernando Alonso hatte am Vortag noch die Bestzeit erzielt und stolze 206 Umläufe absolviert. Doch was bedeutet das rund fünf Wochen vor dem WM-Beginn am 13. März? «Wie konkurrenzfähig wir sind, werden wir nicht vor Bahrain wissen», meinte der zweimalige Weltmeister Alonso.

    Im Vergleich unter den Top Teams, die in Valencia mit ihrem neuen Auto antraten - McLaren stellt seinen an diesem Freitag vor - wiesen die Silberpfeile auf Ferrari und Red Bull bin bis über zwei Sekunden auf. «Es wäre fehl am Platz, jetzt irgendwie beunruhigt zu sein», betonte Rosberg, dessen Jungfernfahrt mit dem neuen MGP W02 von einem Hydraulikschaden gestoppt worden war. Allerdings musste er mit Blick auf Red Bull und der Speed auch einräumen: «Dann stehen sie aber besser da bei den Kinderkrankheiten.»

    Inwiefern die Reifen den Teams noch Kopfschmerzen bereiten bleibt indes abzuwarten. Der Tenor unter den Piloten war recht eindeutig: Die Pirelli-Walzen bauen rasch ab, ein Boxenstopp zum Reifenwechsel wie in der vergangenen Saison scheint Geschichte zu sein. «Es wird die Rennen aufregender machen», prophezeite Rosberg, dem ebenso wie seinen Kollegen noch drei weitere Testphasen in Jerez, Barcelona und Bahrain bis zum Saisonstart am 13. März zur Verfügung stehen.

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