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Frankfurt/Main

Quartett mit neuen Sorgen: Zurück im Abstiegskampf

dpa

Es ist keine zweieinhalb Wochen her, da atmete Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick ganz tief durch. «Damit haben wir uns aller Abstiegssorgen entledigt», sagte der 51-Jährige nach dem 2:0 der Kraichgauer bei Hertha BSC Berlin.

Abstiegsgefahr
Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick schaut nach unten.

Der Abstand zu den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga schien beruhigend, der restliche Saisonverlauf nur noch ein Schaulaufen für die kommende Spielzeit. Zwei Heimpleiten später sieht die Welt beim Herbstmeister von 2008 wieder ganz anders aus. Plötzlich stehen die Hoffenheimer vor einem Schlüsselspiel beim 1. FC Nürnberg – und auch Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Köln und der VfL Bochum müssen plötzlich wieder um den Verbleib in Deutschlands Eliteliga bangen.

«Die Reise geht ganz klar nach unten. Wenn wir in Nürnberg verlieren, sind es nur noch fünf Punkte zum Club», mahnte Hoffenheims Keeper Timo Hildebrand. Auch Kölns Trainer Zvonimir Soldo ist das Lachen nur wenige Tage nach den starken Auftritten seiner Mannschaft gegen die Top-Teams aus Leverkusen und München wieder vergangen. «Wir befinden uns in einer nicht erfreulichen Situation», sagte der FC-Coach vor dem brisanten Derby gegen Mönchengladbach, das nach zwei Klatschen den Blick ebenfalls wieder nach unten richten muss.

«Wir haben jetzt zweimal innerhalb einer Woche richtig was auf die Mütze bekommen. In Köln müssen wir wieder aufstehen», forderte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck. Wie seine Kollegen wähnte sich der Borussen-Coach eigentlich bereits in sicheren Gefilden, doch während das eigene Team mit zwei lustlosen Auftritten Boden verlor, punkteten die Clubs im Tabellenkeller fleißig. Der 1. FC Nürnberg feierte zwei Siege, Hannover 96 holte ebenfalls zwei «Dreier» und hat auf dem Relegationsplatz nur noch vier Punkte Rückstand auf Köln und Bochum. Gladbach liegt zwar immer noch sieben Zähler vor Platz 16, aber der Trend zeigt nach unten.

«Wir sind nicht so blauäugig zu glauben, dass wir den Klassenerhalt schon sicher haben», sagte Bochums Sportvorstand Thomas Ernst zwar. Doch angesichts eines Neun-Punkte-Polsters hatten sich die Bochumer Verantwortlichen Ende Februar bereits über Planungssicherheit gefreut. Nun geht bei den einst «Unabsteigbaren» wieder die Angst um, auch wenn Trainer Heiko Herrlich weiter Zuversicht verbreitet: «Ich bin überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen.»

Des einen Leid, des anderen Freud: Während das Quartett wieder bibbert, schöpfen sie in Nürnberg und Hannover neue Zuversicht. In der niedersächsischen Landeshauptstadt schien nach dem Tod von Robert Enke nichts mehr gelingen zu wollen, der Abstiegssog unerbittlich. Doch nach zwei Siegen ist die Stimmung an der Leine wieder besser. «Die Mannschaft ist wieder siegfähig», sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Die Aufholjagd hat begonnen, erreicht ist aber noch nichts. «Wir können uns nicht zurücklehnen», mahnt Nürnbergs Trainer Dieter Hecking. Was dann passiert, haben seine Kollegen in Hoffenheim, Gladbach, Köln und Bochum zuletzt gespürt.

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