Archivierter Artikel vom 08.08.2010, 15:30 Uhr
Seoul

Pyeongchang setzt auf neuen Sportdirektor

Ein erfahrener Wintersportler soll der Bewerbung des südkoreanischen Orts Pyeongchang für die Olympischen Winterspiele 2018 zum Erfolg verhelfen.

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Der vierfache Olympia-Teilnehmer und derzeitige Bob-Trainer Kang Kwang Bae soll künftig als Sportdirektor des Bewerbungskomitees fungieren. Wie das Komitee auf seiner Webseite mitteilte, soll der 37 Jahre alte Kang der Führung des Gremiums als Berater zur Seite stehen. So soll er unter anderem die Planungen für den Besuch der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im nächsten Jahr leiten und an internationalen Sportveranstaltungen teilnehmen, um Reklame für die Bewerbung des Münchner Mitkonkurrenten zu machen.

«Auf der Grundlage meiner Erfahrungen und meines Wissens werde ich bei internationalen Wettbewerben und Konferenzen die starken Punkte Pyeongchangs hervorheben», wurde Kang zitiert. Er wolle sein Bestes geben, um den Wintersportort auf internationaler Ebene bekannter zu machen. Kang war Fahnenträger der südkoreanischen Olympia-Mannschaft in Vancouver. Er nahm während seiner Sportlerkarriere als Bob- und Skeleton-Fahrer sowie Rennrodler an olympischen Wettbewerben teil.

Zusammen mit anderen Athleten habe Kang bereits eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Pläne für die Winter-Olympiade gespielt, sagte der Komitee-Vorsitzende Cho Yang Ho. Die Bewerbung Pyeongchangs sei nach den Bedürfnissen der Sportler ausgerichtet. Dank ihrer Ratschläge habe man den «kompaktesten Plan für die Spiele» ausgearbeitet.

Münchens Konkurrent unternimmt 2018 bereits den dritten Anlauf, die Winterspiele nach Südkorea zu holen. Im Wettstreit um die Spiele 2010 waren die Südkoreaner an Vancouver, bei der Vergabe für 2014 am russischen Sotschi gescheitert. Die Entscheidung über den Olympia- Gastgeber in acht Jahren fällt 2011 im südafrikanischen Durban.