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Hannover

Public Relations: Öffentlichkeitsarbeit lernen

dpa/tmn

Wenn ein Unternehmen einen Umweltskandal vertuscht, tut es sich nicht unbedingt einen Gefallen. Kommt er doch heraus, ist der Ärger doppelt so groß. Gute Krisen-PR hat deswegen nichts mit dem Verdrehen von Tatsachen zu tun.

Es geht vielmehr darum, die Sicht eines Unternehmens oder einer Organisation zu verbreiten, ohne die Sachlage auf Kosten der Wahrheit schönzureden. Wie das geht, lernen Studenten in dem Fach Public Relations.

PR-Sprache hat manchmal einen faden Beigeschmack: Wenn Unternehmenssprecher bei Entlassungen von «Freistellungen» reden, klingt das zynisch. «Das ist eben Auftragskommunikation, dazu muss man stehen: Ziel ist es, das Unternehmen gut dastehen zu lassen», erklärt Prof. Annette Uphaus-Wehmeier, die das Fach an der Fachhochschule Hannover lehrt. Es gebe viele Vorurteile über die PR: Viele verwechselten sie mit Werbung. Auch werde Lobbyarbeit häufig generell misstrauisch beäugt – im Prinzip seien Interessensvertretungen in der Demokratie aber etwas ganz Normales.

Im Studium lernen Studenten zunächst, Pressetexte nach allen Regeln der Kunst zu verfassen. Dabei geht es auch um journalistisches Handwerk: Wie ist eine Nachricht aufgebaut? Wie gehe ich richtig mit einem Mikro um? Daneben bekommen Studenten beigebracht, wie das Mediensystem in Deutschland funktioniert. Und sie beschäftigen sich damit, wie Medien wirken und wie Themen auf die öffentliche Agenda kommen.

Jobs für Absolventen gibt es zum einen in der Unternehmenskommunikation. Sie können aber auch als Sprecher von gemeinnützigen Organisationen und Verbänden arbeiten. Außer in Hannover gibt es das Fach zum Beispiel in Gelsenkirchen und Stuttgart. Ähnliche Studienangebote gibt es unter dem Stichwort «Kommunikationsmanagement» oder «Journalismus und Kommunikation».

Datenbank mit Studiengängen: www.hochschulkompass.de/studium.html

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