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Bremen

Public Decision Making: Professionelles Diskutieren

Reformpläne gibt es viele in Deutschland: Im Schulwesen, im Gesundheitssystem oder bei den Steuern. Dass sich dabei einiges verbessern ließe, darüber dürften sich die meisten Bürger einig sein.

Oft genug geraten Reformvorhaben aber ins Stocken, weil verschiedene Interessengruppen sich gegenseitig blockieren. Und spätestens im Wahlkampf entsteht bei öffentlichen Themen schnell eine aufgeheizte Stimmung, die eine sachgerechte Diskussion unmöglich macht. In solchen Diskussionen zu moderieren und nach vernünftigen Lösungen zu suchen, das lernen Studenten in dem Fach «Professional Public Decision Making».

Ein Lebenshilfekurs für chronisch unentschlossene Gemüter ist das nicht. Es geht vielmehr um Fragen, die Politik und Gesellschaft betreffen. «Soll man Griechenland finanziell unterstützen? Wie sieht ein gerechteres Steuersystem aus? Und wie schützt man Kinder vor Vernachlässigung?» nennt Prof. Dagmar Borchers von der Uni Bremen einige Beispiele. Die Hochschule bietet den Masterstudiengang ab dem kommenden Herbst an.

Im Studium werden öffentliche Entscheidungen zum einen aus der Perspektive von Juristen und Ökonomen untersucht. So beschäftigten sich Studenten zum Beispiel mit den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Streit um die Laufzeiten von Atomkraftwerken. Daneben bindet das Fach die Politikwissenschaften und ethische Fragen aus der Philosophie ein. Das führt nicht selten zu Widersprüchen: «Gerade das Ethische und Ökonomische beißen sich ja oft», erklärt Borchers. Außerdem stehen Module wie Argumentationstheorie auf dem Lehrplan.

Absolventen sollen später in der Politik oder in Verbänden Arbeit finden. Oder sie sind in der Verwaltung tätig. Studieren lässt sich das Fach in dieser Form nur in Bremen, verwandte Angebote gibt es unter dem Stichwort «Public Policy».

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