Archivierter Artikel vom 06.05.2014, 11:20 Uhr

Psychologe arbeitet mit Mercedes-Team in der Formel 1

Berlin (dpa). Im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft lässt das deutsche MercedesAMG-Team nichts unversucht.

Unter Beobachtung
Durch die Hilfe eines Psychologen sollen unter anderem die Boxenstopps bei Mercedes verbessert werden.
Foto: Srdjan Suki – DPA

Ein Sprecher des Rennstalls bestätigte der Nachrichtenagentur dpa einen Bericht des «Telegraph», wonach der renommierte Sportpsychologe Ceri Evans, ehemaliger Kapitän der neuseeländischen Fußball-Nationalmannschaft, jüngst mit dem Team gearbeitet hat. Evans hatte zuletzt beim Großen Preis von China, wo die Silberpfeile den vierten Sieg im vierten Saisonrennen gefeiert hatten, die Ingenieure und Mechaniker in der Box während der Qualifikation und während des Rennens beobachtet.

Dabei ging es laut dem britischen Blatt vor allem um das Verhalten bei Schlüsselmomenten wie den Boxenstopps. Den Bericht soll er direkt an Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff weitergeleitet haben. Die in der WM führenden Fahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton sollen bei Evans' Einsatz außen vor gewesen sein. Weitere Pläne mit dem Psychologen gebe es im Moment nicht, betonte der Teamsprecher.

Evans studierte in Oxford experimentelle Psychologie. Er absolvierte 56 Länderspiele für die neuseeländische Fußball-Auswahl. 2011 half er dann als Psychologe den All Blacks beim Gewinn der Rugby-Weltmeisterschaft.