Archivierter Artikel vom 26.04.2010, 17:02 Uhr

Protest: Jena kämpft um Punkte

Jena (dpa). Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena kämpft um die Punkte aus dem mit 1:2 verlorenen Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim und damit um die Aufstiegschance.

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Am 26. April legte der Thüringer Verein Protest gegen die Wertung des Spiels ein und begründete dies mit dem Mitwirken des Heidenheimers Martin Klarer, der nach Durchsicht mehrerer Statistiken wegen zehn Gelber Karten gesperrt gewesen sein sollte.

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erfuhr der Radiosender «Antenne Thüringen», die Verwirrung um die gegen Klarer gezählten Gelben Karten beruhe auf einem Spiel aus dem vergangenen Jahr. In der Partie Eintracht Braunschweig gegen Heidenheim im Oktober habe es Uneinigkeit darüber gegeben, welcher Heidenheimer Spieler Gelb gesehen hatte. «Auf Nachfrage direkt nach dem Spiel am 3. Oktober wurde klar gestellt, dass ein anderer Spieler die Gelbe Karte gesehen hat, nicht der Herr Klarer», sagte DFB-Sprecher Stephan Brause dem Sender.

Carl-Zeiss-Sprecher Andreas Trautmann argumentierte, man wolle das mit dem Einspruch offiziell geklärt wissen. «Wir haben inzwischen Bildmaterial, aus dem klar sichtbar wird, dass Klarer in dem Spiel verwarnt wurde», sagte Trautmann auf dpa-Nachfrage. Dieses Material werde man dem DFB zur Verfügung stellen.

Jena liegt drei Spieltage vor Saisonschluss auf Platz fünf mit inzwischen fünf Zählern Rückstand bei einem Spiel weniger auf den Relegationsplatz drei. Mit den drei Punkten aus dem Heidenheim-Spiel hätten die Thüringer noch Chancen auf den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die Lizenz für die Spielzeit 2010/11 in der 3. Liga erhält der FC Carl Zeiss, teilte der Verein mit. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Jenaern allerdings Auflagen und Bedingungen erteilt. «Wir werden in den nächsten Tagen die Unterlagen des DFB gründlich sondieren und zeitnah über Art und Umfang der vom FC Carl Zeiss Jena zu erledigenden Hausaufgaben informieren», sagte Club-Präsident Hartmut Beyer.