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Berlin

Pressestimmen zur Absage des GP in Bahrain

dpa

Die Absage des Saison-Auftaktes ist ein Novum in der Geschichte der Formel 1. Die Nachrichtenagentur dpa hat einen Überblick der Pressestimmen zusammengestellt.

GROßBRITANNIEN:

«The Times»: «Die Königsfamilie von Bahrain hat sich nur dem Unvermeidbaren gefügt. Nur ein paar Meilen entfernt von den Straßen, auf denen eine Nation weiterhin vom Protest eingehüllt wird, war kein Platz für Multimillionäre, um den verschwenderischsten Sport der Welt zu veranstalten. (...) Die Demonstranten auf den Straßen haben sich den Grand Prix als eine Möglichkeit ausgesucht, die Regierung in Verlegenheit zu bringen, wenn sie ihre Forderungen nicht erfüllt. Das Rennen abzusagen ist beschämend; doch das Eröffnungsrennen der Formel-1-Saison stattfinden zu lassen, während der Sahkir-Rennkurs von Panzern bewacht wird und Tränengas in die Tribünen zieht, wäre weitaus schlimmer gewesen.»

«The Guardian»: «Die oft extrem gespaltene Welt der Formel 1 stieß einen leisen Seufzer der Erleichterung über die Absage des Grand Prix in Bahrain aus, obwohl das dazu führen könnte, dass sich die Saison bis Ende Dezember hinzieht.»

«Daily Mail»: «Es gibt wenig, gegen das der Zirkusdirektor der Formel 1 nichts tun kann, wenn es um die Welt der Grand-Prix-Rennen geht; aber am Ende erwies sich der Wille einer Nation, politische Reformen durchzusetzen, als außerhalb der Einflusssphäre von Bernie Ecclestone. (...) Vonseiten der Teams war wenig Lust zu verspüren, in das Golf-Königreich zu fahren. Den Fahrern, Teamchefs und Technikern war allesamt nicht besonders behaglich dabei zumute, den Grand-Prix-Zirkus in ein Land zu bringen, dessen Regierung Gewalt genutzt hatte, um ursprünglich friedliche Proteste zu unterdrücken.»

ITALIEN:

«La Gazzetta dello Sport»: «Bahrain wurde gestrichen. Es gab keine Alternative. Die Formel 1-Fans müssen sich nun gedulden. Aber es gab keine andere Möglichkeit.»

«Tuttosport»: «Im Chaos von Bahrain gibt es keine Formel 1.»

«Corriere dello Sport»: «Krieg im Mittleren Osten. Der Formel 1 Grand-Prix fällt aus.»

ÖSTERREICH:

«Kurier»: «Sechs tote Demonstranten, Aufruhr in den Straßen. Nach den Protesten gegen die Regierung haben die Menschen in Bahrain andere Sorgen, als sich um ein Formel-1-Rennen zu kümmern.»

«Österreich»: «Eine Entscheidung, mit der alle leben können.»

«Kronen Zeitung»: «Grand-Prix-Absage war einzig richtige Reaktion.»

SCHWEIZ:

«Blick»: «Die Vernunft hat im Krisenherd Bahrain gesiegt. Der Kronprinz telefonierte Ecclestone: No race!»

«Neue Zürcher Zeitung»: «Mitten im politischen Sturm. Die Frage nach der Moral wird in der Formel 1 selten gestellt, vielleicht viel zu selten. So ist auch die Absage des Großen Preises von Bahrain, wo am 13. März in die neue Saison hätte gestartet werden sollen, nicht primär mit der Achtung von Menschenrechten zu begründen. Vielmehr geht es um Sicherheit und Geld.

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