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Warschau

Polin Kowalczyk attackiert Langlauf-Star Björgen

dpa

Die polnische Ski-Langläuferin Justyna Kowalczyk hält an ihren Manipulations-Vorwürfen gegen die dreimalige Olympiasiegerin Marit Björgen wegen der Einnahme eines Mittels gegen Asthma fest.

«Ich bereue meine Worte nicht, ich habe frisch von der Leber weg gesprochen», sagte Kowalczyk der polnischen Tageszeitung «Gazeta Wyborcza» in einem Interview. Viele Menschen hätten ihren Mut gelobt, betonte Kowalczyk. «Endlich hat jemand laut das ausgesprochen, worüber unter der Hand ständig geflüstert wird», meinte die beste polnische Langläuferin. Als eine der besten Läuferinnen der Welt habe sie das Recht gehabt, das Wort zu ergreifen, erklärte sie.

Die Norwegerin Björgen nimmt seit Jahren Medikamente gegen Asthma. Das derzeit von ihr verwendete Mittel steht auf der Liste verbotener Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Die Ski-Langläuferin hat jedoch eine Ausnahme-Genehmigung des Internationalen Skiverbands FIS erhalten. Björgen zeigte sich enttäuscht von Koawlczyks Angriffen.

Nach Björgens Sieg beim Sprint hatte Kowalczyk, die sich mit Silber begnügen musste, laut «Gazeta Wyborcza» spitz gesagt: «Ich muss mich damit abfinden, dass sie sehr krank ist, obwohl sie nicht danach aussieht.» Sie sei traurig gewesen, weil sie sich «gesund und stark» fühlte und trotzdem «gegen eine Kranke» verloren habe. Nach der Niederlage gegen die Norwegerin beim Doppelverfolgungslauf legte Kowalczyk nach. Sie habe keine Chance, weil manche Läuferinnen mehr Sauerstoff in den Lungen hätten, sagte Kowalczyk, die nur Bronze gewann.

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