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München

Plötzlicher Kindstod: Wie man das Kind schützen kann

dpa/tmn

Immer weniger Babys sterben in Deutschland am Plötzlichen Kindstod. Während es im Jahr 1998 in Deutschland noch 602 Todesfälle durch das sogenannte Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) gab, waren es 2008 nur noch 215 Fälle.

Das teilt die Stiftung Kindergesundheit in München mit. Damit sei die Häufigkeit innerhalb von zehn Jahren von 0,79 pro 1000 Babys auf 0,31 pro 1000 gesunken. Warum es zum Plötzlichen Kindstod kommt, lasse sich bis heute nicht erklären. Erkenntnisse der vergangenen Jahre deuteten aber darauf hin, dass es nicht eine Ursache gibt, sondern immer mehrere Belastungen zusammenkommen.

Nach dem «Triple-Risk Model» kann es zum SIDS kommen, wenn drei Bedingungen gleichzeitig auftreten: Das Kind befindet sich in einem verwundbaren Entwicklungsstadium des Nerven- und Immunsystems, es liegen genetisch bedingte Faktoren vor, und es kommen Stressfaktoren von außen dazu, erläutert die Stiftung.

Allein durch Beachtung der Stressfaktoren lasse sich das SIDS-Risiko eines Babys deutlich verringern. Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind in Rückenlage und in einem Babyschlafsäckchen schläft. Es sollte ein eigenes Bett im Elternschlafzimmer haben und nicht zu warm schlafen. Stillen und eine rauchfreie Wohnung seien ebenfalls wichtig. Neben der Bauchlage sei derzeit das Rauchen das wichtigste vermeidbare Risiko für den Plötzlichen Kindstod. Raucht die Mutter bis zu zehn Zigaretten am Tag, erhöhe sich das SIDS-Risiko um das Dreifache, bei mehr als 20 Zigaretten sogar um das Neunfache.

Stiftung Kindergesundheit zu Kinderschlaf: dpaq.de/Kinderschlaf

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