Archivierter Artikel vom 08.07.2010, 10:24 Uhr
Bonn

Pilzbefall am Rhododendron bekämpfen

Üppige Blütendolden sollen Rhododendren entwickeln. Aber was ist zu tun, wenn etliche der Blütenknospen sich gar nicht öffnen? Wenn sie sich braun verfärben und behaart aussehen?

Pilzbefall am Rhododendron
Nicht immer blüht der Rhododendron so schön – oft wird er von einem Pilz befallen. (Bild: PdM/dpa/tmn)

Ein Pilz ist schuld, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Er infiziert die ganz jungen Blütenknospen im Juli und August. Im Frühjahr sind die braunschwarzen, abgestorbenen Knospen dann deutlich erkennbar zwischen gesunden grünen. Der Pilz wird von der aus Amerika eingewanderten Rhododendron-Zikade übertragen.

Die Verbreitung lässt sich verhindern, indem man die braunen Knospen ausbricht. Idealerweise erfolgt das bereits im Frühjahr, bevor im April die Zikaden schlüpfen. Da die braunen Knospen aber einige Jahre an der Pflanze bleiben, bis sie abfallen, lohnt das sorgfältige Durchputzen auch später noch. Auch die Zikaden selbst können bekämpft werden. Sie lassen sich recht gut mit gelben Leimtafeln fangen, die aber erst ab Juni in die Rhododendren gehängt werden sollten, wenn die Insekten auch wirklich unterwegs sind.