Archivierter Artikel vom 09.04.2010, 13:26 Uhr

Pflegekosten für geerbtes Tier nicht abzugsfähig

München (dpa/tmn). Die Kosten für die Pflege eines geerbten Haustiers können Erben nicht grundsätzlich bei der Erbschaftsteuer abziehen. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs in München hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein hinweist.

Nur wenn der Erbe im Testament zur Sorge für das Tier verpflichtet wurde, sei ein Steuerabzug möglich. In dem Fall (Aktenzeichen: II B 149/08) erbte eine Frau unter anderem einen Hund und wollte die Pflegekosten als sogenannte Nachlassverbindlichkeit von der Erbschaftsteuer abziehen. Sie berief sich auf das im Grundgesetz verankerte Ziel des Tierschutzes. Die Richter entschieden, dass nur rechtliche Verpflichtungen aus einer Erbschaft steuerlich begünstigt werden könnten – nicht moralische. Die Anwälte raten daher vorsorglich dazu, die Pflege für ein zu vererbendes Tier im Testament festzuschreiben.