Peter Urban, die Stimme des ESC

Feine Ironie mit Biss ist Peter Urbans Markenzeichen.
Feine Ironie mit Biss ist Peter Urbans Markenzeichen. Foto: Marcelo Peerenboom

Baku- Sein Gesicht kennt kaum einer, seine Stimme fast jeder: Peter Urban ist so etwas wie die Stimme des Grand Prix. Zum 15. Mal kommentiert er heute den Eurovision Song Contest in seiner unvergleichlichen Art. Feine Ironie mit Biss ist sein Markenzeichen.

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Es ist wenige Minuten, bis die erste Probe der Finalisten beginnt, und Peter Urban steht ein wenig verschwitzt vor dem Pressezentrum, das mit der Crystal Hall verbunden ist. Viel gesehen hat er von Baku bis jetzt nicht. Eigentlich kennt er nur den Weg vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel zur Crystal Hall.

Dieser Song Contest ist in mancher Hinsicht anders als die Vorgänger. Erstmals muss Peter Urban gleich drei Livesendungen moderieren: die beiden Halbfinale und das heutige Finale. Da bleibt nicht viel Zeit für Stadterkundungen. Der NDR-Moderator muss sich gründlich vorbereiten, sieht sich die Proben an, schaut die Videos, liest die Biografien der Künstler. Wie viel ist spontan bei seinen Kommentaren? „Nicht viel. Ich muss mich ja an das Zeitfenster halten. Mir bleiben nur 30 bis 40 Sekunden vor den Auftritten. Daher schreibe ich meine Texte vorher auf.“ Erst wenn dann die Punkte vergeben werden, hilft kein Manuskript, da ist Peter Urbans Spontaneität gefragt, die seine Fans so lieben.

Den großen Musikzirkus findet der 64-Jährige immer noch spannend. Jedes Jahr ein neues Land, immer neue Musiker. „Das macht viel Spaß. Im normalen Leben bin ich ja Redakteur. Und die eine Woche im Jahr ist mal was anderes.“

Was hält er von Roman Lob? „Roman ist super“, schwärmt er, „er hat hier in dieser Woche in Baku so viel dazugewonnen. Er merkt langsam, wie sehr seine Ausstrahlung vor allem bei den weiblichen Fans ankommt.“ Peter Urbans Favorit? „Italien. Das sind tolle Frauen, super Ladys!“

Von unserem Redakteur Marcelo Peerenboom