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Leipzig

Osnabrück und Ingolstadt vor Zweitliga-Aufstieg

dpa

Aus zwei mach eins: Der VfL Osnabrück und der FC Ingolstadt wollen es dem FC Erzgebirge Aue gleich tun und im an Spannung kaum zu überbietenden Saison-Finale den direkten Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt machen.

Die besten Karten haben die Osnabrücker, die am vorletzten Drittliga-Spieltag zu Hause Absteiger Holstein Kiel mit 3:1 niederrangen und als Tabellenzweiter sowie drei Punkten Vorsprung ins Fernduell mit Ingolstadt gehen. Ein Remis im Saison-Halali bei Wacker Burghausen reicht den Lila-Weißen, die den Relegationsplatz so oder so schon sicher haben, um die Korken knallen zu lassen.

Die Ingolstädter (63 Punkte), die am Freitagabend gegen den SV Wehen Wiesbaden ein 0:1 noch in ein souveränes 5:1 drehten, sind dagegen auf Patzer des VfL angewiesen und könnten im schlimmsten Fall sogar noch die Relegation an die hinter ihnen lauernde Eintracht aus Braunschweig (61) verlieren. Ingolstadt trifft im Liga-Finale zu Hause auf den SV Sandhausen.

In Aue herrschte nach dem 2:1 gegen Braunschweig und der vorzeitig perfekt gemachten Rückkehr ins Unterhaus nach zweijähriger Abstinenz unterdessen die pure Euphorie. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr: Trainer Rico Schmitt und die beiden Torschützen Marc Hensel und Pierre le Beau wurden wie das gesamte Team von den Fans im Freudentaumel fast erdrückt. «Unser Aufstieg ist eine Sensation für den ostdeutschen Fußball. Der Aufstieg ist ein Tag, den man nicht vergessen wird», jubelte Schmitt, der gleich in seinem ersten Jahr als Chefcoach den Aufstieg schaffte.

Die Braunschweiger, die ihr letztes Saisonspiel zu Hause gegen Rot-Weiß Erfurt bestreiten, fuhren zwar niedergeschlagen und deprimiert nach Niedersachsen zurück, doch die Eintracht glaubt an ihre Chance. «Heute sind wir enttäuscht, doch nun müssen versuchen, unsere kleine Chance noch zu nutzen», sagte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht.

Der FC Carl Zeiss Jena (60) kam bei Absteiger Wuppertaler SV zu einem schwer erkämpften 1:1 und kann nach dem derzeitigen Stand der Dinge als Tabellen-Fünfter nach oben nichts mehr reißen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag den Einspruch der Jenaer gegen die 1:2-Pleite gegen den FC Heidenheim behandelt. Der Heidenheimer Martin Klarer hatte trotz seiner zehnten Gelben Karte gegen Jena gespielt. Sollten am Grünen Tisch den Thüringern nachträglich drei Punkte zugesprochen werden, würde sich eine gänzlich neue Tabellensituation ergeben und Jena wäre wieder mittendrin im Rennen.

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