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Oranje-Festival geht weiter: Viertes Gold durch Kjeld Nuis

Die Niederländer sind auf dem Eis nicht zu bremsen: viertes Rennen, vierter Sieg. Kjeld Nuis läuft bei seinem Olympia-Debüt mit 28 Jahren zu Gold über 1500 Meter. Dazu gibt's noch Silber. Jetzt scheint die Wiederholung der unglaublichen Sotschi-Bilanz möglich.

Kjeld Nuis
Eisschnellläufer Kjeld Nuis (Niederlande) gewann Gold über 1500 Meter.
Foto: Peter Kneffel – dpa

Pyeongchang (dpa). Kjeld Nuis riss die Faust in die Luft und hämmerte sich immer wieder gegen die Brust: Der Doppel-Weltmeister hat die Siegesserie der niederländischen Eisschnellläufer bei den Winterspielen in Gangneung mit seinem Sieg über 1500 Meter fortgesetzt.

Er lief die Mittelstrecke in 1:44,01 Minuten und verbuchte damit im vierten Olympia-Rennen den vierten Erfolg für die Oranjes.

Die weiteren Medaillen gingen an seinen Landsmann Patrick Roest (1:44,86) und den Südkoreaner Kim Min Seok, der für Bronze in 1:44,91 Minuten von den kreischenden Fans stürmisch umjubelt wurde.

Deutsche Läufer waren nur Zaungäste. Patrick Beckert, der den einzigen Startplatz für die Deutschen erkämpft hatte, konzentriert sich auf die Langstrecken, Joel Dufter aus Inzell auf seine Spezialdistanz über 1000 Meter.

Mit der schier unglaublichen Fitness scheint ein ebenso glanzvolles Abschneiden wie vor vier Jahren in Sotschi für die Holländer nicht mehr ausgeschlossen. Schon nach ihrem 1500-Meter-Erfolg hatte Ireen Wüst spekuliert, dass ihr Team unter Umständen sogar noch erfolgreicher sein könnten als vor vier Jahren, als es 23 (8/7/8) der 36 Olympia-Medaillen gewann. Bisher hat die Mannschaft in Gangneung acht von zwölf Plaketten erkämpft, darunter alle vier Goldmedaillen.

Bei ihrem grandiosen Auftritt vor 5.000 Zuschauern, darunter 400 Oranje-Fans, profitierten die Niederländer allerdings von der Abwesenheit des vom IOC nicht eingeladenen Weltrekordlers Denis Juskow aus Russland. Der aus dem Dörfchen Zoeterwoude in Südholland stammende Kjeld Nuis beeindruckte die Konkurrenz mit seinem technisch perfekten, kraftvollen Lauf und ließ sich schon vor der Siegerehrung von seinen fahneschwenkenden Anhängern feiern.

„Das war echt rassig. Ich bin sehr gut gelaufen. Aber ich war sehr nervös“, bekannte der Sieger im TV-Interview des niederländischen Senders NOS. „Ich wollte zeigen, dass ich der Schnellste bin. Heute habe ich gezeigt, dass ich mit Druck umgehen kann“, sagte Nuis.

Schon zuvor hatte er den 22 Jahre alten Roest als härtesten Rivalen ausgemacht. Dieser war aber direkt nach seinem Rennen nicht mal ganz zufrieden. „Ich hatte mir etwas mehr erhofft“, sagte der Newcomer und verfolgte die Konkurrenten mit bangem Blick auf der Tribüne. Am Ende durfte auch er neben dem Sieger den Jubelreigen zelebrieren.

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