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    Optimismus bei Fink – trotz 4. HSV-Pleite in Serie

    Wie tief die Ansprüche des abstiegsbedrohten Hamburger SV gesunken sind, wurde nach der vierten Niederlage in Serie besonders deutlich.

    Zweckoptimist
    HSV-Trainer Thorsten Fink glaubt an den Klassenerhalt.
    Foto: Peter Steffen - DPA

    Das Bundesliga-Gründungsmitglied hatte gerade mit 1:2 (0:0) in einem schwachen Fußballspiel beim VfL Wolfsburg verloren und muss mehr denn je den ersten Abstieg aus der Eliteklasse befürchten. Dennoch genügte der defensiv erschreckend schwache und offensiv harmlose HSV-Auftritt der sportlichen Leitung, um sogar einen Aufwärtstrend auszumachen.

    Was Trainer Thorsten Fink und Sportchef Frank Arnesen zu verkünden hatten, klang verdächtig nach platten Durchhalteparolen. «Das Spiel stimmt mich optimistisch. Wenn wir so weitermachen, werden wir wieder gewinnen», meinte Fink. Trotz des besorgniserregenden Abwärtstrends befand der HSV-Coach gar: «Wir müssen nichts ändern.»

    Arnesen hatte zur Verblüffung vieler gar «ein gutes Spiel» seines Teams gesehen. «Wir haben alles gegeben», sagte der Däne. Für alle Profis galt dies sicherlich nicht. Einige, wie der zum Saisonende scheidende Angreifer Mladen Petric, liefen teilnahmslos und ohne den nötigen Biss im Kampf gegen den Abstieg über den Platz. Andere wie Nationalspieler Dennis Aogo, Innenverteidiger Michael Mancienne oder Torhüter Jaroslav Drobny patzten entscheidend bei den Gegentoren durch Mario Mandzukic (46. Minute) und Marcel Schäfer (75.).

    Von Fink war dazu nichts Negatives zu hören, stattdessen stellte er das Positive heraus. Marcus Berg etwa, der neu ins Team kam, im Sturm fleißig ackerte und sein erstes Saisontor schoss (47.). «Das ist was, was positiv ist. Er hatte eine Chance, die hat er genutzt», lobte Fink.

    «Ich habe keine Angst», versicherte Arnesen mit ernster Miene. Nun heißt es erst einmal, die Köpfe der Spieler frei zu bekommen. Für Sonntag gab Fink seinen Profis trainingsfrei. «Sie müssen jetzt auch mal was mit den Familien machen. Man muss auch mal abschalten.»

    Die unglückliche, aber keinesfalls unverdiente Niederlage hat bei den Spielern offensichtlich Spuren hinterlassen. «Für die Moral ist das sehr schlecht», sagte David Jarolim. Zwar versuchten auch die Profis, das Ergebnis schönzureden (Jarolim: «Wir haben energischer gespielt als zuletzt»), doch waren sie in der Bewertung realistischer als Fink und Arnesen. «Es war bestimmt kein gutes Spiel von uns», sagte Jarolim. Und Aogo fügte hinzu: «Wir haben nicht unseren besten Fußball gezeigt.»

    Das einstige HSV-Idol Felix Magath fühlte sich gar bemüßigt, seinem Kollegen Fink moralisch Hilfestellung zu leisten. «Der HSV wird in dieser Verfassung auch in der Lage sein, den Klassenerhalt zu schaffen», sagte der Wolfsburger Trainer. Einige Hamburger Spieler bereiteten die Fans schon jetzt auf das große Zittern zum Saisonende vor. «Dass wir bis zum letzten Spieltag da unten stehen werden, ist klar», sagte Jarolim.

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