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Olympia-Teilnorm für Langläuferin Schicho

Mit einer Finalteilnahme hat es für die deutschen Langläufer beim Sprint in Dresden nicht geklappt. Dennoch ziehen sie nach der Premiere des City-Sprints an der Elbe ein positives Fazit. Vor allem Elisabeth Schicho.

Achte
Elisabeth Schicho schaffte in Dresden die Olympia-Teilnorm.
Foto: Sebastian Kahnert – dpa

Dresden (dpa). Dresden hat den deutschen Langläuferinnen nicht den erhofften ersten Podestplatz in diesem Winter beschert, Elisabeth Schicho aber den Olympischen Spielen einen großen Schritt näher gebracht.

Beim ersten Langlauf-Weltcup in der sächsischen Landeshauptstadt kam die Sprinterin vom Schliersee am Samstag auf Platz acht, wiederholte damit das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere und schaffte eine Olympia-Teilnorm.

Die höher eingeschätzten Sandra Ringwald und Hanna Kolb konnten dagegen nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Die Siege gingen an die Schwedin Hanna Falk und Federico Pellegrino, der den klar favorisierten norwegischen Seriensieger Johannes Kläbo überraschend auf Rang zwei verwies.

„Ich bin richtig glücklich. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, ich hätte es ins Finale geschafft. Aber auch so war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf“, sagte Schicho. Vor tausenden Zuschauern am Dresdner Königsufer, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten, waren die Defizite der deutschen Läufer sichtbar geworden. „Taktisch ist auf diesem engen Kurs nicht alles aufgegangen“, sagte Andreas Schlütter, der Sportliche Leiter der DSV-Läufer.

Besonders bei Sandra Ringwald nicht. Ihr hatte Schlütter sogar einen Podestplatz zugetraut, doch für die Schwarzwälderin war im Viertelfinale Endstation. „Ich hätte in der Kehre weiter vorn sein müssen. Dann waren plötzlich die Konkurrentinnen neben mir und der Korridor zu. Ich hatte mir viel mehr ausgerechnet“, sagte Ringwald, die ihr Ergebnis aber auch nicht zu negativ eingeordnet wissen wollte. „Es ist eine völlig andere Strecke als üblich. Ich bin gut in Form und werde es auch wieder zeigen“, bemerkte sie.

Einen Aufschwung gab es bei Sebastian Eisenlauer. Erwartungsgemäß als einziger der deutschen Herren hatte er erstmals die Qualifikation überstanden und dann ein couragiertes Viertelfinale gelaufen. Am Ende fehlten ihm als Drittem nur Zehntelsekunden am Halbfinaleinzug. Er belegte Platz 16. „Endlich hat es mal geklappt, und ich denke, damit ist der Knoten geplatzt. Ich sehe für mich einen Aufschwung“, sagte der Sonthofener, der beim Weltcup in Planica in einer Woche eine weitere Möglichkeit zur Olympia-Qualifikation besitzt.

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