Archivierter Artikel vom 02.07.2010, 18:24 Uhr
München

Olympia-Standort Oberammergau wird gestrichen

Wegen massiver Proteste ändert die Bewerbungsgesellschaft das Münchner Olympia-Konzept für die Winterspiele 2018. Der für Biathlon und Langlauf vorgesehene Standort Oberammergau soll ersetzt werden.

Dies berichtet der «Münchner Merkur». Stattdessen soll auf staatliche Flächen ausgewichen werden. «Wir aktivieren Plan B», zitiert die Zeitung einen hochrangigen Mitarbeiter der Bewerbungsgesellschaft. Der Widerstand im Dorf, wo 773 «Protest»-Unterschriften übergeben wurden, sei zu deutlich. Die Entscheidung soll am 5. Juli in München bekanntgegeben werden. In Oberammergau wehren sich Grundstücksbesitzer gegen die Verpachtung ihrer Flächen, weil sie unverhältnismäßig große Eingriffe in die Natur fürchten.

Als Ausweich-Areal für die Biathlon- und Langlaufwettbewerbe bietet sich nach Informationen der Zeitung das traditionsreiche Gestüt Schwaiganger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen an. Es ist seit 90 Jahren in Staatsbesitz und liegt günstig vergleichsweise nahe an der Autobahn A95. Seit 2004 residiert hier das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Pferdehaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

München ist neben Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea) Kandidatenstadt für die Winterspiele 2018. Über die Vergabe wird am 6. Juli 2011 in Durban (Südafrika) entschieden.