Archivierter Artikel vom 30.01.2012, 13:15 Uhr
Berlin/Erfurt

Olympiasieger Schumann: «Halte das Ganze für Humbug»

800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann hat sich im Zusammenhang mit der Doping-Affäre um den Erfurter Sportmediziner Andreas Franke generell von allen verbotenen Behandlungsmethoden distanziert.

Mittelstreckler
Nils Schumann 2000 beim Olympiasieg in Sydney.
Foto: Arne Dedert – DPA

Zu einem Bericht der ARD-Sportschau, wonach das Blut von 28 Athleten durch Franke mit UV-Strahlen behandelt worden sein soll, wollte der Erfurter nicht direkt Stellung nehmen. «Ich halte das Ganze für Humbug», sagte der 33-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

«Wenn sich Jahre nach meiner Sportlerkarriere irgendwelche Dopingstatuten verändern, dann kann und will ich das aus heutiger Sicht nicht weiter bewerten. Ich selbst habe niemals verbotene oder auch fragwürdige Behandlungsmethoden genossen und distanziere mich davon ausdrücklich», erklärte der Thüringer Leichtathlet, der 2000 in Sydney überraschend Gold über 800 Meter gewonnen hatte.

Er habe Dr. Franke, der früher am Erfurter Olympiastützpunkt tätig war, «stets als integren Sportarzt erlebt, den ich persönlich niemals in Zusammenhang mit Doping gebracht habe».