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London

Olympia 2012: Benimm-Tipps für Londoner

dpa

Olympia 2012 wird Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach London spülen. Hoteliers, Gastwirte und Fremdenverkehrsbehörden sind schon jetzt in Alarmbereitschaft. Den Londonern geben sie schon einmal Regeln an die Hand, wie sie mit ihren Gästen umgehen sollen.

Olympia-Stadt
Neben dem Wetter machen sich die Olympia-Planer über das Benehmen der Londoner Gedanken.

Der Londoner an sich kann manchmal ganz schön schwierig sein. Auf den ersten Blick immer höflich und hilfsbereit, will er mit Fremden aber eigentlich nichts zu tun haben. Die stören nur. Die nationale britische Tourismusbehörde hat jetzt schon ein wenig Sorge, dass ein etwas fader Beigeschmack bleibt, wenn in zwei Jahren Olympia-Besucher aus aller Welt an die Themse kommen und deshalb ihre länderspezifischen «Benimm-Regeln» erweitert.

Der Wirt hinter dem Tresen im Pub, der Fahrer am Steuer des Taxis, der Polizist auf der Straße oder der Verkäufer am Zeitungskiosk: Sie alle erhalten einen Schnellkurs in Völkerkunde. «VisitBritain» verrät ihnen zum Beispiel, dass man Indern nicht gleich um den Hals fallen soll, wenn man sie erstmals trifft. Kanadier dürften keinesfalls mit US-Amerikanern verwechselt werden, will man nicht böse Blicke ernten. Und bei Argentiniern müsse man aufpassen, wie man ihnen den Wein einschenkt. «Der Einschenkprozess enthält gleich eine ganze Reihe sozialer Tabus», heißt es in der Handreichung.

Ausländische Besucher seien eine enorm wichtige Einnahmequelle für die britische Tourismusindustrie, sagt die Leiterin der nationalen Fremdenverkehrsagentur, Sandie Dawne. Sie brächten schon jetzt 16 Milliarden Pfund (19,4 Milliarden Pfund) jährlich ins Land. An der Zufriedenheit der Touristen hingen jede Menge Jobs. «Unsere ausländischen Besucher freundlich willkommen zu heißen ist absolut lebenswichtig für unsere Wirtschaft», betont sie.

Die Tourismusexperten sind die Frage der Gastgeber-Freundlichkeit zu den Olympischen Spielen wissenschaftlich angegangen, und machten erst einmal eine Befragung unter England-Touristen. Die meisten fanden die Einheimischen freundlich, ehrlich und witzig. «In einigen Fällen hätten sich unsere Gäste aber eine ein wenig überschäumendere Begrüßung gewünscht», fanden die Touristiker allerdings auch heraus.

Manchmal sind die Ratschläge nicht nur als Schutz für die Touristen, sondern auch zur eigenen Sicherheit der Londoner gedacht: «Ein lächelnder Japaner ist nicht notwendigerweise fröhlich», warnt «VisitBritain» etwa. «Der Japaner neigt zum Lächeln, wenn er ärgerlich ist, traurig oder enttäuscht, oder auch wenn ihm etwas peinlich ist.» Bei Arabern solle man berücksichtigen, dass sie nicht gewohnt sind, sich etwas sagen zu lassen.

Was die Deutschen angeht, so gibt «VisitBritain» Entwarnung: Keiner müsse sich etwas dabei denken, wenn ein deutscher Besucher herumnörgelt, etwa wenn man falsch parkt oder im Restaurant das Jackett auszieht – das sei normal. Ansonsten seien sie manchmal etwas reserviert und essen gerne Spaghetti und Schnitzel.

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