Archivierter Artikel vom 15.01.2020, 09:35 Uhr

Wohnvision der IMM

Ohne Grenzen zu Nachbarn und Natur leben

Die Nähe zur Natur und zu anderen Menschen genießen: Diese Wohnidee rückt das spanische Team von MUT Design auf der Messe IMM in den Fokus – und gibt Tipps, wie Sie offene Grundrisse gestalten können.

IMM CologneLesezeit: 3 Minuten
MUT Design
Eine offene Kochstelle, Terrakotta-Fliesen, gekalkte und gewölbte Wände: Diese Wohnvision von MUT Design erinnert an ein Ferienhaus in Spanien.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn). Kalkfarbende Wände, eine offene Kochstelle, ein gekachelter Terrakotta-Boden: Die Räume wirken einladend und erinnern an ein mediterranes Ferienhaus. Kein Wunder, Alberto Sánchez und Eduardo Villalón von MUT Design haben sich bei ihrer Wohnvision von ihrer Heimat Spanien inspirieren lassen.

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Den Außenbereich der Wohnvision von MUT Design umgibt scheinbar Wasser, während im Innenbereich ein abgeschotteter, höhlenartiger Raum entsteht.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Ihren Entwurf präsentieren sie auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne (noch bis 19. Januar). Die IMM lädt jedes Jahr bei dem Projekt „Das Haus“ Designer ein, ein Wohngebäude nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

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Eine Hängematte lädt zum Entspannen ein – diese Wohnvision von MUT Design können Besucher bei «Das Haus» auf der Internationalen Möbelmesse IMM in Köln sehen.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Offen gestaltete Räume

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Die Designer von MUT Design haben den runden Grundriss in einzelne Funktionsbereiche unterteilt.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Der Grundriss ist ungewöhnlich: Die vier Wände sind halbkreisförmig gebogen und nach innen gewölbt. Dadurch sind die meisten Wohnbereiche zum Garten hin geöffnet. Bei ihrer Vision geht es darum, „sich den Nachbarn und der Natur zu öffnen“, erklärt Sánchez. „Die Grenzen zwischen Innen- und Außenräumen verwischen.“ Damit liegt der Entwurf im Zeitgeist – auch auf der Messe sieht man bei vielen Herstellern Möbel, die sich im Innen- und Außenbereich einsetzen lassen.

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Statt klassischer Zimmer gibt es in der Wohnvision von MUT Design einzelne Zonen, die für bestimmte Tätigkeiten stehen – etwa entspannen oder erfrischen.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Nur in der Mitte des Hauses befindet sich ein abgeschotteter Meditationsraum – eine Art hohe Höhle mit Wasser am Boden und einer Sonnenlampe an der Decke.

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Der Innenraum dreht sich nach außen bei der Wohnvision von MUT Design.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Insgesamt fehlt eine Einteilung in Wohn-, Ess- und Schlafzimmer. „Wir sind davon überzeugt, dass sich diese klassischen Vorstellungen auflösen“, sagt Sánchez. Stattdessen gibt es einzelne Zonen, die für bestimmte Tätigkeiten stehen – etwa entspannen, erfrischen, aktiv sein.

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Bei der Wohnvision von MUT Design laufen die Terrakotta-Fliesen wie Sonnenstrahlen in der Mitte des runden Grundrisses zusammen und treffen sich bei einer angedeuteten Wasserstelle.
Foto: Franziska Ga – dpa

Vorhänge und Pflanzen sorgen für Privatsphäre

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Alberto Sánchez (links) und Eduardo Villalón von MUT Design präsentieren ihre Wohnvision bei «Das Haus» auf der Internationalen Möbelmesse IMM in Köln.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Natürlich lässt sich das Projekt „A la Fresca“ – was so viel wie raus in die Frische bedeutet – auf einem großen Grundstück mit viel Natur im warmen Spanien leichter umzusetzen als im urbanen, kühlen Umfeld.

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Die Wände hat das Team von MUT Design gewölbt gestaltet – und dabei Regale direkt integriert.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Die Idee eines offenen Wohnraums ist in Zeiten von knappem Wohnraum aber längst Realität – jedoch schwer einzurichten. Wie kann man solche Räume mit großen Fensterfronten gemütlich gestalten? Sánchez betont, dass ihr Entwurf ein Extrembeispiel sei.

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Die Wohnvision von MUT Design: Nach innen gewölbte Wände unterteilen den Grundriss in unterschiedliche Funktionsbereiche.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Bewohnern offener Grundrisse empfiehlt er, große Räume durch Vorhänge, Pflanzen und Möbel in einzelne Bereiche zu unterteilen. So kann man Rückzugsmöglichkeiten schaffen – passend zum individuellen Bedürfnis nach Privatsphäre.

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