Archivierter Artikel vom 13.04.2010, 16:44 Uhr

Offenbach und Wehen brauchen Siege

Frankfurt/Main (dpa). Mit allen Mitteln wollen die Kickers Offenbach gegen den Wuppertaler SV drei Punkte im Kampf um die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga einfahren, der SV Wehen Wiesbaden wäre im Gastspiel bei Eintracht Braunschweig schon mit einem Zähler zufrieden.

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«Das wird vielleicht kein ansehnliches Spiel, aber das ist mir egal. Wir müssen nach zwei Erfolgen zuletzt unsere breite Brust zeigen, mit Selbstvertrauen, Herz und Verstand auftreten und notfalls den Sieg erzwingen», forderte Offenbachs Trainer Wolfgang Wolf vor dem Drittliga-Heimspiel.

Das besondere Fluidum bei der Flutlichtpartie soll die Hessen zusätzlich beflügeln. «Ich habe die Begegnungen als Spieler in Offenbach immer verloren. Durch die zwei Flutlichtmasten habe ich auf der Außenbahn nie etwas gesehen», meinte Wolf. Nur mit einem Erfolg können die Kickers die in der Tabelle vor ihnen platzierten Teams unter Druck setzen. «Wir müssen gewinnen, sonst haben wir da oben nichts zu suchen. Wuppertal aber auch, sonst wird es eng für sie im Abstiegskampf», erklärte Wolf vor dem Duell des Tabellensechsten gegen den Vorletzten.

Die Vorzeichen sind klar: Wolf erwartet einen defensiven Konkurrenten, der sich erstmal hinten rein stellen wird. Der Coach hat daher im Training vor allem an der Offensive gearbeitet. «Ich habe keinem verboten, aufs Tor zu schießen. Ich kann aber derzeit nicht mehr machen, als im Training sofort abzupfeifen, wenn einer nicht gleich aufs Tor schießt. Ich muss das in die Köpfe reinkriegen. Das ist aber nicht ganz einfach», erklärte Wolf, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Diese Möglichkeit hat sein Wehener Kollege Gino Lettieri nicht. Er muss die Mannschaft umbauen, weil neben dem langzeitverletzten Torge Hollmann in Braunschweig auch Benjamin Weigelt wegen muskulärer Probleme und der nach der fünften Gelben Karte gesperrte Aykut Öztürk ausfallen. «Wir treffen auf eine absolute Top-Mannschaft der Liga, die von ihren Fans nach vorne gepeitscht wird. Das wird eine ganz schwierige Aufgabe für uns», sagte Lettieri vor dem Gastspiel beim Aufstiegsaspiranten.