Archivierter Artikel vom 03.06.2011, 09:22 Uhr
Köln

Ökostromanbieter beliebter: Auf Strommix achten

Die Anbieter von Ökostrom werden bei den Deutschen immer beliebter – auch unter Geringverdienern. Wer auf «grünen» Strom umsteigen möchte, sollte auf den Strommix achten. Was man dabei beachten muss, wird hier erklärt.

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Windanlagen für Ökostrom
Wer auf einen Ökostrom-Tarif umsatteln will, sollte sich den Strommix der Anbieter genau ansehen. (Bild: dpa)
Foto: DPA

Ökostrom-Anbieter erleben einen Boom. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGouv Deutschland. Auch unter den Geringverdienern steige das Ansehen der meist etwas teureren Ökostromanbieter. Die vier großen Energiekonzerne RWE, EnBW, Vattenfall und Eon hingegen hätten Sympathien eingebüßt, teilte das Institut am Dienstag (30. Mai) mit. Ihre Imagewerte sanken in den vergangenen Wochen zeitweise um mehr als 20 Prozent. Für die Studie wurden seit Januar 2011 die Imagewerte von 24 Energieanbietern in Deutschland analysiert.

Verbraucher sollten bei der Suche nach einem Ökostromtarif auf die Angaben zum Strommix achten. Denn für viele ist es wichtig, wie hoch der Anteil aus erneuerbaren Energieträgern oder Atomkraft ist.

Die Stromanbieter müssten in der Werbung, im Internet und in der Jahresrechnung erklären, aus welchen Energieträgern ihr Strom erzeugt werde, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Diese Informationen sollen es den Kunden ermöglichen, Aufschluss darüber zu bekommen, zu welchen Anteilen der Strom aus fossilen oder erneuerbaren Energieträgern oder Atomkraft besteht.

Die Verbraucherzentrale hatte ein Energie-Unternehmen abgemahnt, weil es Kunden die entsprechenden Angaben nicht zur Verfügung stellte. Ein weiteres Unternehmen mahnten die Verbraucherschützer ab, weil es durch Angst schürende Darstellungen des Atomunfalls in Japan versucht hatte, seinen Absatz von Ökostrom zu befördern.

Empfehlenswerte Ökostromtarife zeichnen sich nach Angaben der Verbraucherschützer dadurch aus, dass der Anbieter zum Beispiel in eine Windkraft- oder Solaranlage investiere, die ohne dieses Engagement nicht gebaut würde. Dieser Zusatznutzen werde etwa durch Label wie «OK Power» oder «Grüner Strom Label» bestätigt.