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    Nur sechseinhalb Innings, danach war schon Schluss

    Auf die Idee muss man erst einmal kommen: In nur sechseinhalb Innings - schneller geht es wirklich nicht - fertigten die Mainz Athletics am Samstagnachmittag zum Ligaausklang die Heidenheim Heideköpfe 11:1 ab. Am Vorabend hatten diese noch 8:4 gewonnen.

    Peter Johannessen beim Bunt, einer speziellen Schlagtechnik, die den Ball wegschiebt, um ihn fast nur abtropfen zu lassen. Der Ball bleibt dabei meist im Infield. Johannessen gelang im zweiten Spiel gegen die Heidenheim Heideköpfe der letzte Run, was unter anderem dazu führte, dass die Partie schon nach sechseinhalb Innings vorbei war. 
Foto: Eßling
    Peter Johannessen beim Bunt, einer speziellen Schlagtechnik, die den Ball wegschiebt, um ihn fast nur abtropfen zu lassen. Der Ball bleibt dabei meist im Infield. Johannessen gelang im zweiten Spiel gegen die Heidenheim Heideköpfe der letzte Run, was unter anderem dazu führte, dass die Partie schon nach sechseinhalb Innings vorbei war.
    Foto: Eßling

    "Schön, dass wir unsere Fans mit einem so tollen Sieg in die Play-offs verabschieden konnten", freute sich A's-Coach Ulli Wermuth. "Gegen Heidenheim mit Ten-Run-Rule zu gewinnen, ist sehr erfreulich. Das ist schließlich eine gut zusammengekaufte Mannschaft, die für jeden Gegner in Deutschland schwer zu schlagen ist."

    Oft passiert es dieser Topmannschaft nicht, dass sie nicht mal ins achte Inning kommt. Entscheidend war zunächst das sehr starke Pitching von Pat Haugen, der gegen die sonst so schlagstarken Heideköpfe nur im vierten Inning einen Run abgab - im gleichen Spielzug aber selbst beim spektakulären dritten Aus an der zweiten Base assistierte. Sieben Strikeouts warf Haugen, ehe er nach dem fünften Inning ausgewechselt wurde, zur Schonung für das Allstar-Game, das am kommenden Wochenende in Paderborn steigt. Neben Haugen werden dort Christian Decher, Andreas Lastinger, Max Boldt, Mike Larson und als Coach Ulli Wermuth die Südstaffel der Bundesliga vertreten.

    Heidenheimer Defensive brach ein

    Gegen Einwechselpitcher Manuel Möller hatten die Heideköpfe im siebten Inning das 2:11 auf dem Schläger, das das Spiel noch einmal um mindestens ein halbes Inning verlängert hatte. Der eingewechselte Nici Weichert verhinderte das.

    Entscheidend war außerdem das sechste Inning, in dem die Heidenheimer Defensive zusammenbrach.

    Dennis Kellys Zwei-RBI-Triple aus dem zweiten Inning war bis dahin der Höhepunkt des Mainzer Angriffs gewesen. Gegen den Heidenheimer Einwechselpitcher Benedikt Antwi ging es dann richtig rund. Durch schlechtes Pitching brachte dieser sich selbst in die Bredouille und den Mainzern das 5:1 nach Hause, Doubles von Mike Larson und Max Boldt sowie ein sagenhaft schlechter Wurf des Heidenheimer Catchers Robert Gruber über die zweite Base ins Outfield erledigten den Rest. Sieben Runs in einem Inning bedeuteten die Entscheidung.

    Niederlage zu hoch ausgefallen

    Im ersten Spiel hatte das noch ganz anders ausgesehen. Christian Decher warf nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um die Heidenheimer am punkten zu hindern. Denen fehlten zwar die ganz großen Innings - zwei Homeruns für insgesamt drei Punkte waren immerhin dabei - aber für einen Run reichte es in fast jedem Durchgang. Das konnte auch Max Doll nicht verhindern, der nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut im Spiel war. Nur Nick Böttger spielte sein einziges Inning zu null, dank eines feinen Doubleplays. "Er hat aufblitzen lassen, zu was er in den nächsten Jahren in der Lage sein wird", lobte Wermuth den talentierten Nachwuchspitcher. "Insgesamt ist die Niederlage aber ein bisschen zu deutlich ausgefallen."

    Zumal die Mainzer im Angriff immer wieder Pech hatten, Mike Larson seine beiden Homeruns schlug, als keine Runner unterwegs waren und einige Bälle ganz knapp vor dem Leftfield-Zaun dem Heidenheimer Outfielder in den Handschuh fielen. Andy Lastinger (ohne Runner), Martin Matlacki (ohne Runner) und Lenny Stöcklin (mit einem Runner) fehlte nicht so viel zum Homerun.

    Gegen Solingen Rechnung offen

    Im Viertelfinale erwarten die A's nun, sofern im Norden nichts sehr Merkwürdiges mehr passiert, zum vierten Mal in Folge die Solingen Alligators. Dreimal schieden die Mainzer dabei aus. "Wir haben also noch Rechnungen offen", sagte Wermuth.    Christian Karn

     

    Mainz Athletics - Heidenheim Heideköpfe 4:8, 11:1

     

    Spiel 1:

    Heidenh. Heideköpfe 1 3 1 0 1 1 0 1 0 8

    Mainz Athletics 0 0 0 1 0 0 0 1 2 4

    SS Kelly (1 Run, 0 RBI's), CF Kotowski (0/1), DH Larson (2/2), 2B Boldt, LF Johannessen, C Lastinger, 3B Stöcklin, 1B Kipphan, RF Matlacki (1/0) - P Decher (6. P Doll, 9. P Böttger).

     

    Spiel 2:

    Heidenh. Heideköpfe 0 0 0 1 0 0 0 - - 1

    Mainz Athletics 1 3 0 0 0 7 - - - 11

    SS Kelly (2/2), CF Kotowski (2/2), DH Larson (1/4), 2B Boldt (1/1), LF Johannessen (1/0), C Lastinger (0/1), 3B Stöcklin (1/0; 6. 3B Weichert, 1/0), 1B Kipphan (5. 1B Szalay, 1/0), RF Matlacki (1/0) - P Haugen (6. P Möller).

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