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Nur der Tormann verhinderte Demontage des SVW Mainz

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Der SVW Mainz unter Druck: Bei diesem Freistoß von Viktoria Herxheims Torschütze zum 0:2, Steffen Zoller, zeigen die Gesichter der Weisenauer Spieler jene Furcht, die auch das allzu verhaltene Spiel gegen den Tabellendrittletzten kennzeichnete.
Foto: Bernd Eßling
Der SVW Mainz unter Druck: Bei diesem Freistoß von Viktoria Herxheims Torschütze zum 0:2, Steffen Zoller, zeigen die Gesichter der Weisenauer Spieler jene Furcht, die auch das allzu verhaltene Spiel gegen den Tabellendrittletzten kennzeichnete.
Foto: Bernd Eßling

Die Hoffnungen auf eine kontinuierliche Verbesserung, die der Auswärtserfolg beim Spitzenteam Phönix Schifferstadt in der Vorwoche nährte, enttäuschte die Mannschaft am Samstag im Heimspiel gegen Viktoria Herxheim. Die latent in Abstiegsgefahr schwebenden Pfälzer gewannen beim 4:0 (2:0) vollkommen verdient.

Die Weisenauer Mannschaft strahlte bei der Kunstrasenpremiere für diese Saison nicht den Hauch einer Idee aus, wie sie die Herxheimer Hintermannschaft auseinander nehmen wollte. Die tief stehende Gästemannschaft ließ sich kaum einmal bei Ballverlusten in Unordnung erwischen, der SVW hatte beim Herumspielen um die massive Abwehr nicht mehr zu bieten als auf gut Glück den Ball in den Strafraum zu schlagen.

Oft unsortiert erwischt

Bei den Befreiungsschlägen der Herxheimer ließ sich die Weisenauer Hintermannschaft dagegen regelmäßig unsortiert erwischen. Vor allem auf der rechten Abwehrseite kamen die Konterversuche der Viktoria regelmäßig durch. Angreifer Dennis Bodenseh, obwohl kein Unbekannter in der Liga, konnte seine Schnelligkeit am Ball mehrfach ausspielen und war mit drei Treffern Mann des Tages auf dem Platz.

"Das spielt sich bei uns im Kopf ab", ist SVW-Trainer Patrick Bieger überzeugt. Er erklärt sich sowohl die mangelnde Durchsetzungskraft in der Offensive als auch die Patzer im Stellungsspiel der Defensive mit mangelnder Einstellung. Für ihn ist es äußerst unbefriedigend, dass er derzeit bis zum Anpfiff einer Partie nie weiß, welches Engagement ihm seine Spieler diesmal bieten werden. Das Muster erscheint klar: Bietet der Gegner die Räume zum unbedrängten Angriffsspiel, entwickelt der SVW ungeahnte Spielfreude, wird es haarig gegen einen kompakten und widerborstigen Gegner, halten die Weisenauer nicht energisch genug dagegen.

Schon in der 19. Spielminute hatte die SVW-Hintermannschaft erstmals gegen Bodenseh das Nachsehen, Steffen Zoller legte sieben Minuten später nach (0:2, 27.). Gerade dessen unbedrängter Abschluss im zweiten Nachfassen zeigte Bieger, wie es seinem Team am unbedingten Willen fehlte, dem Gegner den Ball abzunehmen.

Mittelfeldmann Timon Gräber musste noch vor der Pause für Christian Stieg weichen, der allerdings eher als verkappte dritte Spitze agierte. Nach der Pause schafften es die Weisenauer so regelmäßig, die Herxheimer in ihrer Hälfte einzuschnüren, aber jederzeit lauerte die Gefahr, dass aus einem bloßen Befreiungsschlag eine Gefahr für das eigene Tor entstand. Zweimal bimmelte es auf diese Weise noch durch Bodenseh (64., 88.), der dabei natürlich auch von der notgedrungenen Verkleinerung der SVW-Abwehrkette profitierte.

Weitere ähnliche Situationen rettet SVW-Torhüter Alexander Mattern, sonst hätte es eine Demontage gegeben. Bei zwei Szenen hatten die Weisenauer Pech, dass es nicht zum Anschlusstor beziehungsweise Verkürzen reichte: Adem Kaya schlenzte vom linken Strafraumeck einen Ball an den langen Pfosten (60.), Christoph Kleber köpfte aus acht Metern eine Eckballhereingabe knapp über den Kasten (70.).

Zug nach oben abgefahren

Aber da beim Fußball niemand von einer hundertprozentigen Verwertungsquote ausgehen kann, war das Problem des SVW in der Offensive an diesem Nachmittag schlicht die zu geringe Anzahl herausgespielter Chancen. So bleiben die Weisenauer, sollten sie sich nicht ein grundsätzlich anderes Auftreten gegen vermeintlich schwächere Gegner angewöhnen, wohl bis zum bitteren Ende der Saison im Mai im Niemandsland der Tabelle hängen, derzeit auf Platz neun. "Nach oben ist der Zug sowieso abgefahren", macht Bieger sich wenig Illusionen über die Aussichten aus dieser unbefriedigenden Rolle zu entkommen.

Und nach der Rückkehr von Dennis Hassemer und Ralf Hoffmann ins Team war dies das Bild des SVW in Bestbesetzung – unbefriedigend.

Guido Steinacker

SVW Mainz: Mattern – Friedel, Kleber, Hoffmann, Martens (85. Inoue) – Hassemer, L. Dragun, – Gräber (40. Stieg), Sutor (75. Rauls) – Kaya, Neuser.

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