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    Nowitzki: Das beste Dallas-Team, das ich hatte

    Dirk Nowitzki hat bereits 82 Spiele in den Knochen, doch mit den an diesem Wochenende beginnenden Playoffs beginnt die Saison für Deutschlands Basketball-Superstar in der NBA eigentlich erst richtig.

    Titelträume
    Dirk Nowitzki will sich mit der neuformierten Dallas-Mannschaft den NBA-Titel schnappen.

    Vor dem Erstrunden-Duell mit den San Antonio Spurs blickt der Würzburger im Interview mit der Deutschen Presse- Agentur optimistisch auf die K.o.-Runde. «Ich denke, das ist die beste Mannschaft, die ich bislang in Dallas hatte.» Seine Zukunft in Texas und eine mögliche WM-Teilnahme im Sommer lässt der Würzburger offen. Erst die Playoffs, «dann sehen wir weiter», so der 31-Jährige.

    Dallas hat sich souveräner als in den vergangenen beiden Jahren für die Playoffs qualifiziert. Was ist in der K.o.-Runde möglich?

    Nowitzki: «Das muss man sehen. Schon die erste Runde wird der Hammer. San Antonio will man eigentlich nicht zum Auftakt sehen. Aber im Westen ist jeder Gegner stark, da ist es egal, wer kommt. Aber dafür spielt man ja. Alles ist möglich. Wir haben die Spurs in der regulären Saison dreimal geschlagen und nur einmal verloren. Dennoch wird es ein enges Match. Auf jeden Fall wird sich San Antonio ganz anders präsentieren als bei unserem Sieg am Mittwoch, als sie mit Tim Duncan und Manu Ginobili ihre besten Leute geschont haben. Wir müssen unseren Heimvorteil nutzen.»

    Was muss in den Playoffs noch besser werden?

    Nowitzki: «Wir müssen konstanter werden, vor allem in der Verteidigung und bei den Rebounds. Wir müssen das Spiel schnell machen, um nicht immer gegen eine sich bereits organisierte Defensive angreifen zu müssen.»

    Welche Bedeutung hatte der «Monster-Trade» kurz vor dem Allstar- Weekend, als Caron Butler, Brendan Haywood und DeShwan Stephenson zum Team stießen?

    Nowitzki: «Unser Team ist tiefer seit dem Trade, wir haben mehr Waffen. Die Bank ist besser. Jason Terry ist zurück auf der Bank, kann von dort kommen und seine Stärken einbringen. Wir sind talentierter, habe viele Scorer und können gut verteidigen, weil wir groß sind. Wir haben jetzt mehr Optionen in der Offensive. Die neuen Spieler passen gut ins Team. Ich freue mich auf die Playoffs.»

    Haben die «Mavs» zur Zeit das beste Team, in dem Sie je gespielt haben?

    Nowitzki: «Unser Team ist talentierter als in unserem Finals-Jahr. Ich denke, das ist die beste Mannschaft, die ich bislang in Dallas hatte. Aber der Westen ist auch besser als damals. Die meisten Mannschaften haben zwei oder drei All-Stars.»

    Wer sind für Sie die Favoriten auf den Titel? Zählen die «Mavs» dazu?

    Nowitzki: «Die Lakers waren sehr dominant in dieser Saison. Vor allem, wenn Center Andrew Bynum wieder spielt. Trotzdem ist der Westen offen, jeder kann jeden schlagen. Im Osten haben Orlando und Cleveland die Rolle der Favoriten. Wer sich dann am Ende durchsetzt, wird man sehen. Wir wollen auf jeden Fall so lange wie möglich dabei sein.»

    Auch in ihrer zwölften Saison in Dallas haben Sie sich persönlich noch einmal gesteigert. Was treibt Sie immer wieder an?

    Nowitzki: «Mein großer Traum, mit den Mavericks die Meisterschaft zu gewinnen. Dafür gebe ich nach wie vor alles.»

    Der NBA steht ein heißer Sommer mit vielen spektakulären Free Agents bevor. Auch Sie könnten dank einer Option dazu gehören. Wagen Sie im Sommer den Wechsel?

    Nowitzki: «Ich konzentriere mich jetzt voll auf die Playoffs, um mein großes Ziel, die Meisterschaft, zu erreichen. Alles andere wird danach besprochen.»

    Die Frage, die in Deutschland alle interessiert: Spielen Sie die WM im Sommer in der Türkei?

    Nowitzki: «Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich habe auch noch nicht mit Mark Cuban (Clubbesitzer) über das Thema gesprochen. Ich konzentriere mich jetzt zunächst auf die die anstehenden Playoffs, danach sehen wir weiter.»

    Der Sommer 2009 war für Sie nicht so erfreulich, erstmals standen Sie mit Geschichten aus Ihrem Privatleben in den Schlagzeilen. Was haben aus dieser Zeit gelernt?

    Nowitzki: «Das Leben geht weiter. Ich habe wieder Spaß und das ist die Hauptsache. Ansonsten möchte ich zu dem Thema nichts mehr sagen.»

    Hat sich Ihr Leben in Dallas seitdem verändert? Gibt es eine neue Frau in Ihrem Leben?

    Nowitzki: «Ich versuche mein Privatleben wieder aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Das ist das Wichtigste. Ansonsten fühle ich mich in Dallas weiter sehr wohl.»

    Sie sind neben Michael Schumacher der einzige Weltstar des deutschen Sports, waren in Ihrer Heimat aber noch nie Sportler des Jahres. Haben Sie eine Erklärung dafür?

    Nowitzki: «Die Wahl zum Sportler des Jahres ist eher für die Randsportarten, für Sportler, die genauso viel leisten, aber weniger in der Öffentlichkeit stehen. Ich finde das auch in Ordnung so. Ich habe noch keinen Schlaf darüber verloren, dass ich noch kein Sportler des Jahres geworden bin, auch wenn es eine Ehre wäre.»

    Interview: Lars Reinefeld, dpa

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