Archivierter Artikel vom 19.07.2011, 12:22 Uhr

Notrufsysteme für ältere Alleinstehende sinnvoll

Würzburg (dpa/tmn). Damit ältere Alleinstehende nach einem Unfall zu Hause schnell ärztliche Hilfe bekommen, ist ein Hausnotrufsystem sinnvoll. Die tragbaren Geräte alarmieren die Notrufzentrale per Knopfdruck.

Einmal ausrutschen genügt
Einmal ausrutschen genügt und man liegt hilflos da: Tragbare Hausnotrufsysteme können gerade älteren alleinlebenden Menschen im Ernstfall helfen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)
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«Bei einem Notfall – etwa nach einem Sturz – sind ältere Patienten oft nicht mehr in der Lage, selbst einen Notruf abzusetzen», sagt Prof. Peter Sefrin, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) in Würzburg. Beim Hausnotrufsystem können die Patienten über ein tragbares Gerät die nächstgelegene Hausnotrufzentrale per Knopfdruck alarmieren. Die Empfänger versuchen dann, direkt über das Gerät oder telefonisch Kontakt zu der Person aufzunehmen. «Gelingt das nicht, wird sofort der Notarzt alarmiert.»

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft leben in Deutschland 6,5 Millionen Menschen im Alter von 65 Jahren und älter allein in ihrer Wohnung. 33 Prozent der Notarzteinsätze in Bayern beträfen diese Altersgruppe. Allein in Würzburg habe die Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr rund 200 Türen aufbrechen müssen, nachdem die Patienten oft stundenlang hilflos in ihrer Wohnung waren.