Archivierter Artikel vom 06.11.2013, 15:00 Uhr

«NOlympia» kritisiert Winterspiele-Werbung in S-Bahn

München (dpa). Das olympiakritische Bündnis «NOlympia» hat die S-Bahn-Werbedurchsagen in München für eine Winterspiel-Bewerbung 2022 gerügt.

Gegner
Olympiagegner demonstrieren bei einem Flashmob in München mit T-Shirts, auf denen «Nolympia2022» steht.
Foto: Peter Kneffel – DPA

«Hier nutzen die Bewerber ihre Monopolstellungen als Stadt oder S-Bahn-Betreiber aus, um einseitige Wahlwerbung zu machen», hieß es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. «Wir als Gegner der Olympiabewerbung haben nicht ansatzweise die finanziellen und hoheitlichen Mittel wie die Stadt München oder der Bund als Eigentümer der Bahn.» Gegen solch einen übermächtigen Gegner habe man ohne Millionen von Euro «kaum eine Chance, mit eigenen Argumenten durchzudringen», so die Sprecher des Bündnisses.

Am 10. November finden in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden Bürgerentscheide statt. Vier positive Bürgervoten sind Voraussetzung für die Einreichung einer erneuten Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Die Münchner Kandidatur für 2018 war gescheitert.