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Kopenhagen

Noch keine Entscheidung in der Kapitänsdebatte

dpa

Auch nach nach dem Länderspiel-Auftakt steht die Kapitäns-Frage weiter im Raum. Lahm will die Binde nach der WM behalten, Ballack sie nicht hergeben. Eine Vorentscheidung gebe es noch nicht, betonte Manager Bierhoff. Bundestrainer Löw hat knapp drei Wochen Zeit zur Entscheidung.

Ungeklärt
Bundestrainer Joachim Löw (r) hat für die Kapitänsentscheidung noch Zeit. Im Hintergrund Michael Ballack (m) und Philipp Lahm.

An den wilden öffentlichen Spekulationen wolle er sich nicht beteiligten, betonte Bundestrainer Joachim Löw noch einmal nach dem 2:2 seines B-Teams in Kopenhagen gegen Dänemark. Aber natürlich müsse er jetzt bis zum ersten EM-Qualifikationsspiel am 3. September in Belgien eine seriöse Entscheidung treffen.

Noch gelte der Staus Quo aus der Zeit vor der WM in Südafrika, machte Löw deutlich: Michael Ballack ist der Kapitän, Philipp Lahm war der WM-Spielführer. «Bevor ich nichts anderes sage, ist er der Kapitän», erklärte Löw im ZDF Richtung Ballack. Zunächst einmal will der DFB-Chefcoach aber mit beiden Spielern «ernste Gespräche» führen, dann seine Entscheidung bekanntgeben.

Eine Vorentscheidung etwa für den sieben Jahre jüngeren Lahm sei «auf gar keinen Fall» schon gefallen, unterstrich Manager Oliver Bierhoff: «Michael Ballack ist ein großer Spieler. Jetzt muss eine Entscheidung her, die beiden Spielern gerecht wird.» Sowohl Alt-«Capitano» Ballack, der in Südafrika verletzt gefehlt hatte, als auch WM-Kapitän Lahm haben sich in Stellung gebracht.

In der Mannschaft sei die Kapitäns-Debatte «zu keinem Zeitpunkt ein Thema» gewesen und «nie diskutiert und besprochen» worden, versicherte Mario Gomez. «Das wird viel zu hoch gehängt», meinte München-Rückkehrer Toni Kroos.

«Aus den Aussagen von Michael spüre ich, dass er weiter große Lust auf die Nationalelf hat. Er steht unmittelbar vor seinem 100. Länderspiel und will sicherlich noch eine starke EM spielen», sagte Bierhoff in der «Bild»-Zeitung. Der Auswahl-Manager glaubt, dass Ballack eine Rückkehr in die Nationalelf nicht davon abhängig machen wird, «ob er Kapitän bleibt». Sicher ist er sich allerdings auch nicht: «Das kann ich nicht beurteilen.»

Vielleicht könnte es für den 33-jährigen Ballack bei seiner Rückkehr ins DFB-Team sogar von Vorteil sein, nicht weiter als Kapitän zu fungieren, meinte Bierhoff. Manchmal sei es sogar gut, «dieses Amt nicht zu haben, um sich ganz auf die eigene Leistung konzentrieren zu können, frei von ständigen Diskussionen.» Ballack selbst hat die EURO 2012 bereits als letzte Station seiner Auswahl-Karriere bezeichnet.

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