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Xiamen/Berlin

Noch einmal Platz drei für Ludwig/Walkenhorst

dpa

Wieder fehlte nur der allerletzte Kick: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben die Beachvolleyball-Saison mit einem dritten Platz im chinesischen Xiamen abgeschlossen. Der erste Sieg für ein deutsches Frauen-Duo bei einem Grand Slam bleibt allerdings weiter ein Traum.

Medaille
Laura Ludwig (r) und Kira Walkenhorst haben beim letzten Grand Slam des Jahres den dritten Rang belegt.
Foto: Malte Christians – DPA

«Wir freuen uns riesig, dass wir uns mit der Bronzemedaille belohnen konnten», übermittelten die Hamburgerinnen Ludwig/Walkenhorst in die Heimat. Das vor dieser Saison neu zusammengestellte Team war bei ihren zweiten Plätzen in Moskau und Sao Paulo dem ganz großen Coup schon sehr nahe gekommen.

Die deutschen Meisterinnen und EM-Dritten Ludwig/Walkenhorst setzten sich am Sonntag in China im kleinen deutschen Finale gegen Katrin Holtwick und Ilka Semmler mit 2:0 (21:14, 21:19) durch. «Es war toll, am Ende noch einmal in den Top Four eines Grand Slams zu landen», meinte Holtwick nach der Neuauflage des diesjährigen nationalen Meisterschafts-Endspiels, gab aber auch zu: «Wir wollten zum Abschluss schon noch mal aufs Treppchen.» Auch die Weltranglisten-Zweiten Holtwick/Semmler hatten 2013 beim Turnier in ihrer Heimatstadt Berlin als Zweite den ersten deutschen Erfolg beim höchstdotierten Welttour-Event nur knapp verpasst.

«Leider haben wir im Halbfinale überhaupt nicht in unseren Rhythmus finden können», berichteten Ludwig/Walkenhorst vom Knackpunkt in China. Klar mit 0:2 (15:21, 10:21) unterlagen sie im Semifinale den späteren Turniersiegerinnen April Ross und Kerri Walsh (USA). Die dreimalige Olympiasiegerin Walsh hatte nach der Geburt ihres dritten Kindes erst kürzlich ein Comeback gefeiert.

Holtwick/Semmler waren an den brasilianischen Weltranglisten-Ersten Talita/Lima ebenfalls mit 0:2 (13:21, 19:21) gescheitert. Zur gelungenen Saison der deutschen Damen hatten auch die WM-Zweiten Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart) beigetragen.

Die deutschen Männer erlebten nach dem Sensations-Olympiasieg von Jonas Reckermann und Julius Brink in London eine durchwachsene Saison. Brink verpasste durch eine Verletzung quasi die ganze Spielzeit, seinen neuen Partner Sebastian Fuchs hat er schon wieder durch Armin Dollinger ersetzt. Die Berliner Jonathan Erdmann und Kay Matysik, neben Brink/Fuchs zweites Nationalteam, mussten nach Bronze bei der WM in Polen ebenfalls auf viele Turniere verzichten. Matysik hat sich inzwischen an der Schulter operieren lassen. Die Meister Markus Böckermann und Mischa Urbatzka (Hamburg) schafften mit Platz neun zum Grand-Slam-Abschluss die beste deutsche Platzierung.

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