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Nicht immer lässt sich der Dispo überziehen

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Der Dispo-Rahmen beim Girokonto lässt sich in der Regel leicht überziehen – aber nicht immer und nicht unbedingt um hohe Beträge. Das sollten Bankkunden immer im Blick behalten.

«Wenn jemand seinen Dispo schon um ein paar Hundert Euro überzogen hat, kann die Bank ohne Vorwarnung den Geldautomaten blockieren», erklärt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. «Dann gibt es plötzlich auch keine 10 Euro mehr, um mit dem Bus nach Hause zu fahren.»

Innerhalb des Dispositionsrahmens, der auf dem Kontoauszug vermerkt ist, gebe es keine Probleme. Hat die Bank das Überschreiten ins Minus einmal eingeräumt, lässt sich mit dem Spielraum wirtschaften. «Das kann die Bank auch nicht von einem Tag auf den anderen ändern – sie müsste das im Voraus mitteilen», sagt Herbst. Aber wenn der Überziehungsrahmen auch noch überzogen wird, muss ein Sparer damit rechnen, dass gesperrt wird. «Wer bei derselben Bank auch noch ein Tagesgeldkonto oder Sparbuch mit Geld hat, wird nicht blockiert – aber wer kein Geld mehr hat, muss unter Umständen damit rechnen.»

Wer dann zum Beispiel im Ausland ist, steht unter Umständen erst einmal ohne Geld da. Herbst rät daher, vor Auslandsreisen «nicht am Limit» zu sein und besser Geld vom Sparkonto auf das Girokonto zu überweisen, um es auszugleichen. Oder Bankkunden suchen das Gespräch mit ihrem Berater, um eine Blockade zu vermeiden. Grundsätzlich fallen im Dispo Dispo-Zinsen an – sie belaufen sich nach FMH-Angaben derzeit auf 11,33 Prozent. Wer diesen Rahmen überzieht, zahlt «Dispo-Plus-Zinsen» – sie liegen noch höher, derzeit im Schnitt bei 15,76 Prozent.

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