Archivierter Artikel vom 13.06.2012, 10:25 Uhr

Nicht alle Babys haben gleich viel Hunger

Bonn (dpa/tmn). In den ersten Monaten sind junge Eltern oft verunsichert. Grade beim Thema Stillen oder Füttern gibt keine klaren Regeln, denn jedes Baby zeigt ein anderes Essverhalten.

Säuglinge mit Flasche
Sauger ausspucken, nicht mehr schlucken oder einschlafen: Babys zeigen an, wenn sie satt sind.
Foto: Oliver Berg – DPA

Diese Unterschiede sind völlig normal. «Manche Babys trinken alle zwei, andere alle vier Stunden, und manche brauchen dafür fünf Minuten, andere deutlich länger», erklärt Prof. Claudia Hellmers, Hebammenwissenschaftlerin im Netzwerk Gesund ins Leben, einer vom Bundesernährungsministerium geförderten Initiative.

Oft seien Eltern unsicher, ob das Baby auch genug Nahrung bekomme, gerade wenn sie beim Stillen die Menge nicht genau feststellen können oder das Kind die Flasche nicht leer trinkt. Ein gesundes Baby zeigt jedoch, wann es satt ist: Es lässt dann die Brustwarze los, spuckt den Sauger aus, schluckt nicht mehr oder schläft ein.

«Solange das Baby zufrieden und lebhaft ist und an Gewicht zunimmt, können Eltern auf das Sättigungsgefühl ihres Kindes vertrauen», sagt Hellmers. Sie sollten es dann nicht dazu drängen, häufiger oder mehr zu trinken.

Hier gibt es weitere Infos zum Stillen